Tennis-schock: deutschland verpasst weltgruppe – qualifikation patzt!
Ein Wochenende zum Vergessen für das deutsche Tennis! Die Damen-Nationalmannschaft stürzt beim Billie-Jean-King-Cup in Portugal ab, während gleichzeitig die Qualifikationsspiele für den Porsche Grand Prix in Stuttgart in einer Demütigung endeten. Die Stimmung im deutschen Tennis ist alles andere als gut.
Abstieg in der bjk-cup-gruppe
Der erneute Abstieg aus der Weltgruppe ist ein herber Schlag. Nur fünf Monate nach dem letzten Rückschlag muss Deutschland nun in der Regionalgruppe II antreten. Die Aufgabe gegen Portugal, Litauen und Schweden, die international kaum eine Rolle spielen, hätte auf dem Papier problemlos gemeistert werden müssen. Laura Siegemund betonte nach dem Spiel, dass diese Begegnungen „auf dem Papier“ gewonnen werden müssten. Die Erwartungen wurden jedoch völlig verfehlt.

Stuttgarter qualifikations-fiasko
Parallel zum Debakel im BJK-Cup scheiterten auch die deutschen Spielerinnen in der Qualifikation für den Porsche Grand Prix. Keine einzige Spielerin konnte sich für das Hauptfeld qualifizieren. Nur Anna-Lena Friedsam erreichte die zweite Qualifikationsrunde – allerdings nach einem Duell gegen ihre Landsfrau Jule Niemeier, gegen die sie dann auch verlor. Die jungen Talente Victoria Pohle, Eva Bennemann und Julia Stusek waren bereits nach der ersten Runde ausgeschieden.
Das Team von Bundestrainerin Torben Beltz setzte auf eine Verjüngung des Kaders, doch die jungen Spielerinnen konnten nicht überzeugen. Noma Noha Akugue gewann zwar drei ihrer vier Matches in Portugal, doch das reichte nicht, um den Abstieg zu verhindern. Die Abwesenheit der drei stärksten Spielerinnen – Eva Lys, Laura Siegemund und Tatjana Maria – schmerte deutlich.

Hoffnung auf junge talente und langfristige ziele
„Das Ergebnis entspricht nicht dem Anspruch, den wir für das deutsche Damen-Tennis haben“, räumte Beltz ein. „Aber die, die hier waren, waren die Richtigen.“ Dennoch muss die Entwicklung des deutschen Tennis dringend in die richtige Richtung gelenkt werden. Leistungssport-Direktorin Veronika Rücker blickt langfristig: Das Ziel bleibt, bis 2032 acht bis zehn deutsche Spielerinnen und Spieler in den Top 100 der Weltränge zu platzieren. Der Wiederaufstieg in die Regionalgruppe I bis 2027 muss jedoch der erste Schritt sein.
Eva Lys, die mit 24 Jahren als hoffnungsvollste deutsche Tennisspielerin gilt, könnte in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Auch Noma Noha Akugue (22) und Ella Seidel (21) haben das Potenzial, sich auf der WTA-Tour zu etablieren. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die Hoffnungen auf die junge Generation sich erfüllen und ob das deutsche Tennis wieder zu alter Stärke finden kann.
