Tenerife profitiert von aufstieg des dépor – cleveres geschäft sichert zukünfte
Ein unerwarteter Segen für die Insel: Der Aufstieg des Deportivo La Coruña in die erste spanische Liga hat beim CD Tenerife nicht nur Jubel, sondern auch eine erhebliche finanzielle Entlastung ausgelöst. Während die Fans in A Coruña feierten, überwiesen die Galicier einen Betrag, der die finanzielle Stabilität des Vereins aus Teneriffa nachhaltig stärken dürfte.

Klauseln im sommer 2025 sorgten für die überraschende rendite
Der Schlüssel zu dieser unerwarteten Einnahmequelle liegt in einem geschickten Deal, der bereits im vergangenen Sommer geschlossen wurde. Als der CD Tenerife den jungen Luismi Cruz für eine Ablösesumme an den Dépor abgab, baute die sportliche Führung um Manu Guill eine Klausel in den Vertrag ein: Sollte Deportivo La Coruña den Aufstieg in die Primera División schaffen, hätte der Verein aus Teneriffa Anspruch auf eine Bonuszahlung. Diese Klausel, die auf rund 250.000 Euro festgelegt wurde, ist nun Realität geworden. Allerdings behielt der Sevilla FC, der den Spieler zuvor an Tenerife verliehen hatte, einen Anteil von 30 Prozent an den Transferrechten. Das bedeutet, dass Sevilla 75.000 Euro und Tenerife die verbleibenden 175.000 Euro erhalten werden.
Ein strategischer Schachzug, der zeigt, dass das Management um Rayco García aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Im Gegensatz zu früheren Geschäftsgebaren, bei denen vielversprechende Spieler wie Alexandre Corredera für lächerlich geringe Summen oder gar verschenkt wurden – Corredera ging ohne Einnahmen zu Khimki, trotz einer geschätzten Marktwert von 400.000 Euro – hat Tenerife hier einen klaren finanziellen Vorteil gesichert. Auch der Abgang von Loic Williams zum MLS-Team Colorado Rapids verlief ohne Beteiligung am Weiterverkauf, ein weiteres Beispiel für verpasste Gelegenheiten unter der vorherigen Vereinsführung.
Die Einnahmen aus der Aufstiegsklausel werden nun dazu verwendet, die Kaderplanung für die Saison 2026/27 unter der Leitung von Trainer Álvaro Cervera zu unterstützen. Doch es geht um mehr als nur die sportliche Weiterentwicklung. Es ist ein Zeichen für einen neuen, professionelleren Umgang mit Spielertransfers – ein deutlicher Bruch mit der Politik des ehemaligen Mehrheitsaktionärs José Manuel Garrido, der oft unrentable und vermeidbare Geschäfte abschloss. Tenerife hat nun ein Werkzeug, das in Zukunft bei jedem Transfer obligatorisch sein wird, um die Interessen des Vereins bestmöglich zu vertreten.
Die Entscheidung, diese Art von Klauseln konsequent einzusetzen, ist ein klares Signal: Der CD Tenerife hat sich dem professionellen Sportmanagement verschrieben und strebt eine nachhaltige finanzielle Basis an. Eine Wendung, die nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft des Vereins positiv beeinflussen wird. Die Zahlen lügen nicht: 175.000 Euro sind mehr als nur ein Betrag – es ist eine Investition in die Stabilität und das Wachstum des CD Tenerife.
