Tebas schießt scharf zurück: geheime abkommen gefährden liga!

Ein Schlagabtausch quer durch den europäischen Fußball: Javier Tebas, der Präsident von LaLiga, hat mit scharfer Kritik auf die Äußerungen von Nasser Al-Khelaifi reagiert und warnt vor einer zunehmenden Intransparenz bei der Gestaltung zukünftiger Wettbewerbsstrukturen.

Die forderung nach transparenz wird immer lauter

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Die Ursache für Tebas' Ausbruch ist ein öffentlich gewordenes Desinteresse des Präsidenten von Qatar Sports Investments, Al-Khelaifi, an der Arbeit des spanischen Ligaverbandes. Tebas konterte mit der deutlichen Ansage, dass niemand ernsthaft die Vorteile eines Abkommens beurteilen könne, solange die Details für die betroffenen nationalen Ligen nicht einsehbar seien. „Niemand kann behaupten, ein Abkommen sei gut für die nationalen Ligen, wenn diese nicht wissen, worum es geht“, so Tebas in seiner Stellungnahme.

Der Vorwurf der Intransparenz richtet sich gegen Vereinbarungen, die offenbar im Verborgenen ausgehandelt werden und deren Inhalt nur wenigen Personen bekannt ist. Tebas betonte, dass eine solche Vorgehensweise inakzeptabel sei, da die nationalen Ligen maßgeblich von den Folgen solcher Abkommen betroffen seien. „Wenn ein solches Abkommen tatsächlich positive Auswirkungen auf den gesamten Fußball hätte, dann sollte es offen gelegt und zur Analyse vorgelegt werden“, forderte er.

Es geht um mehr als nur um die aktuelle Situation. Tebas positionierte die nationalen Ligen als unverzichtbare Säulen des europäischen Fußballs und warnte davor, sie als bloße Mitspieler in Verhandlungen zu behandeln, die in geschlossenen Räumen stattfinden. „Leidenschaft darf nicht zu blinder Unterwerfung werden“, stellte er klar und wies darauf hin, dass Opazität den Fußball schwächt, nicht Transparenz.

Ein weiterer Stich kam von Tebas, der darauf hinwies, dass LaLiga am laufenden Verfahren vor den zuständigen Gerichten beteiligt sei, während die European Club Association (ECA) „nicht einmal erschienen“ sei. Auch die fehlende Anhörung der nationalen Ligen vor wichtigen Entscheidungen wurde kritisiert. „Wir wurden nicht einmal um unsere Meinung gefragt, obwohl wir direkt betroffen sind“, beklagte Tebas.

Die Worte des LaLiga-Präsidenten sind ein klares Signal an die UEFA und die ECA. Tebas machte deutlich, dass LaLiga sich nicht als passiver Akteur in den Verhandlungen sehen will und eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Zukunft des europäischen Fußballs einnehmen wird. Die Weigerung, ungeprüfte Entscheidungen von anderen Gremien hinzunehmen, unterstreicht die Entschlossenheit, die Interessen der spanischen Liga zu verteidigen. Das zeigt, dass die Verhandlungen noch lange nicht abgeschlossen sind und die Zukunft des europäischen Fußballs weiterhin in der Schwebe hängt.