Tatum kehrt zurück: celtics-star nach achillesbruch vor comeback
Die NBA schaut nach Boston. Jayson Tatum, Superstar der Celtics, will nach nicht einmal zehn Monaten Pause gegen Dallas wieder auflaufen – ein Comeback, das die Playoff-Balance im Osten verschieben könnte.
Der mann, der schneller heilte als erwartet
Ein Achillessehnenriss gilt als Karriere-Killer. Tatum riss sich die Sehne am 29. April 2025 im vierten Spiel der Halbfinal-Serie gegen New York – und lag 24 Stunden später bereits auf dem OP-Tisch. Die Standard-Reha: zwölf Monate, oft mehr. Er steht nach 288 Tagen wieder in den Startlöchern. Quellen um das Team sprechen von „medizinischem Wahnsinn“, intern nennen es „Project 288“.
Die Celtics haben ihn nicht gehetzt. Sie handelten Porzingis und Holiday ab, verloren Horford, ließen sich trotzdem von niemandem ein „Gap Year“ einreden. Jaylen Brown führte, White und Pritchard lieferten, die Jungs Queta, Walsh, Scheierman und Rookie Gonzalez wuchsen über sich hinaus. Ergebnis: Platz zwei im Osten, 44-18-Bilanz, 50-Siege-Marke in Reichweite.

Minutenlimit und der geheime spielplan
Kein Back-to-Back bis Ende März – das ist kein Zufall. Die NBA legt Boston geradezu einen Rotations-Teppich aus. Trainer Joe Mazzulla wird Tatum zunächst auf 20-24 Minuten drosseln, das Ziel lautet: „Playoff-ready, nicht All-Star-ready“. Die nächsten zwölf Gegner sind allesamt unter .500, außer Denver. Perfekte Bedingungen, um Bein und Selbstvertrauen auf Belastung zu testen.
Die Eastern Conference zittert. Mit Tatum wären die Celtics sofort wieder der Favorit auf den Finals-Ticket. Ohne ihn sind sie ein guter, aber greifbarer Gegner. Die Zahl, die alle GMs kennen: Plus-7,3 war sein plus-minus-Schnitt vor der Verletzung, bester Wert aller Wings. Ein gesunder Tatum verschiebt die Machtverhältnisse – und macht Milwaukee und New York nervös.

Gold, geld, geschichte
Tatum trägt zwei olympische Goldmedaillen, fünf All-NBA-Nominierungen, vier davon First-Team. Was ihm fehlt: der Titel als bester Spieler der Liga. Mit 28 Jahren beginnt für ihn gerade das goldene Zeitfenster. Die Celtics haben seine Max-Extension bereits unterschriftsreif liegen – supermax, fünf Jahre, 315 Millionen Dollar. Ein gesunder Playoff-Run würde nicht nur Boston in die nächste Äre katapultieren, sondern auch seine eigene Legacy nach oben schrauben.
Freitagabend, TD Garden, 20.30 Uhr Ortszeit. Die Mauer voller Banner, die Crowd, die Jumbotron-Kamera – sie alle warten auf ein einziges „Welcome back, Jay-sen Taa-tum!“. Die Liga atmet durch. Die Celtics sind wieder vollzählig. Und der Osten hat ein neues Problem.
