Tabakovic-poker: steigt gladbach ab, platzt der traum?
Borussia Mönchengladbach bangt um die Liga – und damit auch um seinen Top-Torjäger Haris Tabakovic. Während die Fohlen am Samstag gegen Heidenheim nur ein müdes Unentschieden erreichten und die Abstiegsangst wieder aufflammte, schwebt der Bosnier in der Schwebe. Gespräche über eine mögliche Verpflichtung gibt es bislang keine, ein Deal könnte an Gladbachs Bundesliga-Zukunft scheitern.

Die bank, der verpasste rückenwind und die fehlende klarheit
Nur wenige Wochen zurück liegt der frenetische Jubel über Tabakovics entscheidenden Treffer und den anschließenden Elfmeter im WM-Qualifikationsspiel gegen Italien. Ein Triumph, der Gladbach Rückenwind versprechen sollte. Stattdessen saß der Stürmer am Samstag gegen Heidenheim zunächst nur auf der Bank, während Coach Eugen Polanski auf Shuto Machino setzte – ein Experiment, das grandios scheiterte. Tabakovic wirkte überrascht, die Situation angespannt. „Das war die Entscheidung des Trainers“, kommentierte er diplomatisch.
Es ist ein komplexes Puzzle, das sich die Borussia gerade zusammenfügen muss. Denn eines steht fest: Eine Kaufoption für Tabakovic, der aktuell von der TSG Hoffenheim ausgeliehen ist, existiert nicht. Sportdirektor Rouven Schröder betonte, dass Verhandlungen nur dann in Angriff genommen werden, wenn die Fohlen sicher in der Liga bleiben. „Liga heißt gleichzeitig Budget“, erklärte er am Samstag. Die Situation ist von einer gewissen Unsicherheit geprägt – sowohl für Tabakovic als auch für Gladbach.
Es geht um mehr als nur um Tabakovic. Die Konkurrenz im Sturm ist groß: Tim Kleindienst kehrt nach seiner langen Verletzungspause voraussichtlich als Leistungsträger zurück, Tomas Cvancara ist zwar ausgeliehen, Celtic Glasgow besitzt jedoch eine Kaufoption, und auch Machino muss sich erst noch beweisen. Schröder verdeutlichte die Lage: „Gerade was die Stürmer angeht, haben wir einige auf der Payroll.“
Die kommenden sechs Spieltage werden entscheidend sein. Nicht nur für Gladbachs Kampf um den Klassenerhalt, sondern auch für die Zukunft von Haris Tabakovic. Bleibt der Verein in der Bundesliga, steigen die Chancen auf eine fest Verpflichtung. Andernfalls könnte der Bosnier im Sommer zurück nach Hoffenheim müssen – ein Szenario, das für beide Seiten wenig ideal wäre. Die Fohlen müssen sich sputen, wenn sie den Top-Torjäger nicht verlieren.
