Sv wehen wiesbaden: der aufstiegstraum schwindet nach blamabler niederlage!

Aachen – Für den SV Wehen Wiesbaden ist die Luft nach dem 0:3 gegen Alemannia Aachen dünner als je zuvor. Die Hessen wirkten im Wohnstadion an der Beschwitzerhöhe wie verunsichert und ließen sich von Mika Schroers regelrecht den Zahn gezogen. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga rückt damit in weite Ferne.

Schroers im sololauf demisst wiesbadens abwehr

Schroers im sololauf demisst wiesbadens abwehr

Schon früh offenbarte sich: Dieser Tag würde kein einfacher für die Gäste werden. Mika Schroers präsentierte sich in herausragender Form und nutzte die vermeidbaren Fehler der Wiesbadener Hintermannschaft eiskalt aus. Seine Treffer in der 11., 18. und 40. Minute brachen den Willen der Mannschaft von Daniel Scherning augenscheinlich.

„Wir haben in der ersten Halbzeit einfach nicht unseren Standard gespielt“, kommentierte Co-Trainer Frank Steinmetz bei MagentaSport die erschreckende Vorstellung. „Da waren dumme Fehler, die wir uns eigentlich verbieten müssen.“ Die Auswechslungen zur Pause deuteten auf eine Umstellung hin, doch die Reaktion der Wiesbadener blieb verhalten. Nikolas Agrafiotis‘ Lattentreffer in der 77. Minute war ein bitteres Zeichen.

Die Tabelle lügt nicht: Der Abstand zum dritten Platz beträgt nun neun Punkte bei lediglich sieben ausstehenden Spielen. Das ist eine enorme Hürde, die Scherning und sein Team nun nehmen müssen. Die Euphose des bisherigen Saisonverlaufs ist verflogen, und die Frage, ob der SVWW die mentale Stärke besitzt, um diesen Rückschlag zu verkraften, offenbart sich langsam.

Die Aachener hingegen feierten einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Schroers‘ Leistung war der entscheidende Faktor, doch auch die taktische Flexibilität der Mannschaft von Olaf Janßen trug zum Erfolg bei. Während die Wiesbadener mit dem Kopf hingen, zeigten die Gastgeber Moral und Kampfgeist.

Ob der SV Wehen Wiesbaden seine Ambitionen noch einmal neu entfachen kann, bleibt abzuwarten. Der Druck steigt, die Konkurrenz schläft nicht. Eines ist jedoch klar: Die kommenden Spiele werden richtungsweisend sein.