Super league-exporte: wer glänzt, wer kämpft?

Die Super League hat sich als wahre Talentschmiede etabliert. Jedes Transferfenster sorgt für einen regelrechten Exodus an Leistungsträgern in die europäischen Top-Ligen. Der Sommer 2025 war da keine Ausnahme. Doch wer hat sich tatsächlich durchgesetzt und wer kämpft noch mit der neuen Intensität? Eine Bestandsaufnahme der prominentesten Abgänge.

Hoffenheim-„swissness“ zahlt sich aus

TSG Hoffenheim setzte im Sommer auf eine überraschende Strategie: die Förderung von Schweizer Talenten. Und es scheint zu funktionieren. Albian Hajdari, der vom FC Lugano kam, hat sich in der Abwehrkette der TSG blitzschnell akklimatisiert und ist nahezu unverzichtbar geworden. Sein Marktwert ist in die Höhe geschossen, und der Wechsel hat sich für ihn allemal gelohnt. Auch Hoffenheim ist begeistert und hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2031 verlängert. Leon Avdullahu, ebenfalls vom FC Basel gekommen, hat sich ebenso nahtlos integriert und überzeugt mit seiner Leistung in der Bundesliga.

Doch es gibt auch andere Geschichten. Mambimbi (rechts), der mit großen Erwartungen in die Ligue 1 wechselte, kämpft noch um seinen Durchbruch. Seine Entwicklung ist noch nicht zufriedenstellend. Die beiden Hoffenheim-Stars zeigen, dass die richtige Umgebung und taktische Ausrichtung entscheidend für den Erfolg sind.

Von athen bis brügge: schweizer im überflug europas

Von athen bis brügge: schweizer im überflug europas

Dereck Kutesa erlebt in Griechenland bei AEK Athen eine durchwachsene Saison. Seine Leistungen im europäischen Geschäft waren zwar überzeugend, in der Liga konnte er bisher jedoch nicht überzeugen. Aleksandar Stankovic hingegen begeistert beim FC Brügge mit starken Leistungen und hat sich sogleich einen Stammplatz erkämpft. Er ist auf dem besten Weg, eine große Zukunft vor sich zu haben, sein Marktwert explodiert förmlich.

Sascha Britschgi genießt beim Parma Calcio zunächst einen erfolgreichen Start in der Serie A, kämpft aber in den letzten Spielen mit reduziertem Einsatz. Antoine Bernede und Cheikh Niasse ziehen bei Hellas Verona die Fäden im Mittelfeld, während Willem Geubbels beim Paris FC mit seiner Konstanz zu kämpfen hat. Kevin Carlos bei OGC Nizza wartet noch auf seinen ersten Treffer, während Filip Ugrinic in Valencia langsam in Tritt kommt. Nikola Katic stabilisiert die Schalker Abwehr, obwohl er aktuell verletzt fehlt.

Und dann ist da noch Cedric Itten bei Fortuna Düsseldorf. Seine 13 Tore (und drei Assists) in der 2. Bundesliga sprechen eine deutliche Sprache und lassen berechtigte Hoffnungen auf ein Schweizer WM-Aufgebot aufkommen. Er ist ein Fixpunkt im Sturmzentrum und beweist immer wieder seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Die wm-entscheidung: kosovo oder schweiz?

Die wm-entscheidung: kosovo oder schweiz?

Ein interessanter Aspekt: Leon Avdullahu und Albian Hajdari haben sich für den Kosovo entschieden, der die WM-Qualifikation knapp verpasst hat. So werden sie für die anstehende WM keine Themen sein, allerdings nicht aufgrund ihrer Leistungen, sondern aufgrund dieser Entscheidung. Ein bitteres Los für die beiden.

Die Bilanz der Schweizer Ex-Super-League-Spieler im europäischen Fußball ist gemischt. Während einige bereits eingeschlagen haben wie eine Bombe, kämpfen andere noch um ihren Durchbruch. Doch eines ist klar: Die Super League bleibt eine feste Größe im internationalen Transfermarkt und ein Zankapfel für die Schweizer Nationalmannschaft.