Su neckarsulm verliert gudmestad bis saisonende – wadenbeinbruch
Kurz vor den Playoffs trifft die Sport-Union Neckarsulm der nächste Schlag: Angunn Gudmestad hat sich am Dienstagnachmittag im Training einenWadenbeinbruch zugezogen und wird in dieser Saison kein Spiel mehr bestreiten. Eine Operation ist bereits beschlossen. Für einen Klub, der ohnehin schon auf dem Zahnfleisch geht, kommt das zur denkbar schlechtesten Zeit.
Fünf ausfälle auf einmal – und die playoffs klopfen an der tür
Cheftrainer Thomas Zeitz muss diese Wochen mit einem Lazarett jonglieren, das einem Notaufnahmeprotokoll ähnelt. Neben Gudmestad fehlt Kapitänin Munia Smits wegen einer Knieverletzung. Dazu gesellen sich Kamila Kordovska, Alessia Riner und Lilli Holste. Fünf Spielerinnen gleichzeitig – das ist kein Pech mehr, das ist ein strukturelles Problem, das der Verein in der heißesten Phase der Alsco Handball-Bundesliga Frauen schonungslos bloßlegt.
Gudmestad war als norwegische Rückraumspielerin ein fester Baustein im Spielsystem der Neckarsulmerinnen. Ihr Ausfall reißt nicht nur eine taktische Lücke, sondern verändert auch die Kräfteverhältnisse im Kader grundlegend. Der Tabellensechste hatte sich für die Playoff-Runde einiges vorgenommen – ob das ohne sie noch realistisch ist, darf offen bezweifelt werden.

Holste macht erste schritte – doch wunder brauchen zeit
Einen winzigen Lichtschimmer gibt es: Lilli Holste hat ihre Krücken abgelegt und absolviert die ersten Einheiten des individuellen Aufbautrainings. Ins Mannschaftstraining zurückzukehren ist für sie aber noch keine Option. Das klingt nach Fortschritt, ist in Wahrheit jedoch ein Trost, der in der Playoff-Rechnung kaum aufgeht.
Birgit Richter, TSV Pelkum Sportwelt: Die Sport-Union Neckarsulm kämpft nicht nur gegen ihre Gegnerinnen – sie kämpft gerade vor allem gegen sich selbst. Und die Uhr läuft.
