Stützle schießt senators in playoffs – mcdavid jagt gretzky
Tim Stützle spielte Detroit mit dem eigenen Publikum. 60 Minuten Dauerbeschuss, ein Assist zum 1:0 – und am Ende steht Ottawa auf dem zweiten Wildcard-Platz. Die Senators gewannen 3:2 bei den Red Wings, feierten den 15. Sieg in den letzten 20 Spielen und schoben sich damit zwischen die Playoff-Riegel der Eastern Conference.
Moritz Seider schaltete nach 117 Sekunden auf Torjagd, seine Vorlage zum 1:3 weckte die Red Wings kurz auf. Doch die Aufholjagd verpuffte, weil Stützle die Scheibe nicht mehr hergab. Detroit liegt jetzt einen Punkt hinter Ottawa – und plötzlich zittert auch Boston. Die Bruins um Trainer Marco Sturm und Angreifer Lukas Reichel kassierten ein 2:4 gegen Toronto, Reichel blieb ohne Scorer-Punkt. Der Druck wächst.

Mcdavid rast in 784 spielen zum 1200-punkte-club
Während Deutschland in Ottawa und Detroit jubelte, erzählte Connor McDavid seine eigne Geschichte. Beim 5:2 der Oilers in Utah schraubte der Kanadier zwei weitere Tore an seine Karriereleiter und landete bei exakt 1200 Scorerpunkten. Schneller waren nur Wayne Gretzky (504 Spiele) und Mario Lemieux (593) – eine Gesellschaft, die kein Spieler mehr verlässt. Nationalspieler John-Jason Peterka stand auf der anderen Seite und blieb ohne Punkt.
Die Zahl lautet 401 – so viele Tore hat McDavid inzwischen erzielt. Die Oilers fehlt zwar der verletzte Leon Draisaitl, doch der Kapitän trägt das Team allein. Edmonton baut die Distanz zu den Playoff-Plätzen aus, während Utah den Anschluss verliert.
Die Senators fliegen nach Kanada zurück, wissen aber: Jeder weitere Punkt zählt doppelt. Denn hinter ihnen lauert Detroit – und vor ihnen wartet Boston. Die Jagd nach dem Postseason-Ticket ist offen, und Tim Stützle hält den Schlüssel in der Hand. Noch acht Spiele, dann entscheidet sich, wer im Frühling weitermachen darf. Ottawa will dabei sein. Die Uhr tickt.
