Stuttgart sichert sich final4-dauerbrenner – pokal-kracher bis 2028 fix

Die Porsche-Arena bebt auch künftig. Bis 2028 bleibt Stuttgart Schauplatz des Haushahn Final4, damit verlängert die Alsco Handball Bundesliga Frauen ihren Vertrag mit der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft – und macht den Pokal-Endspielort zum Dauerbrenner. Marco Wolf

Rekordkulisse zieht weitere jahre

Rekordkulisse zieht weitere jahre

Seit 2018 treffen sich Deutschlands beste Handballerinnen in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Die Bilanz: sieben Ausgaben, ein Zuschauerrekord, ein Stadion, das mittlerweile 7.028 Fans fasst – so viele kamen 2023 am Final-Sonntag, nie zuvor saßen so viele Zuschauer bei einem Frauen-Pokal-Finale unter einem Dach. Christoph Wendt, Geschäftsführer der Alsco HBF, spricht von einem „großartigen Zuhause“, das die Liga nicht mehr hergeben will. Die Botschaft: Stuttgart ist kein Provisorium, sondern Identität.

Die Entscheidung fällt, bevor der neue Champion feststeht. Am Wochenende kämpfen Thüringer HC, HSG Bensheim/Auerbach, Borussia Dortmund und HSG Blomberg-Lippe um den Pokal. Schon jetzt sind für den Final-Sonntag über 3.500 Tickets weg – Tendenz steigend. Die Arena öffnet Samstag 15.30 Uhr, Halbfinale eins beginnt 16.30 Uhr, das zweite folgt um 19 Uhr. Am Sonntag steigt um 14 Uhr das kleine Finale, um 16.30 Uhr der große.

Die Vertragsverlängerung kommt nicht aus dem Nichts. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren Infrastruktur, Marketing und Fan-Kultur synchronisiert. Ergebnis: plus 30 Prozent Zuschauerwachstum seit 2018, plus 40 Prozent TV-Präsenz, plus 100 Prozent Nachwuchs-Klins in der Region. Ein Klubmanager witzelt: „In Stuttgart feiern wir nicht nur Titel, wir feiern das Frauen-Handball-Festival.“ Die Liga rechnet intern mit weiteren 2.000 Zusatzplätzen bis 2026 – notwendig, weil die Nachfrage das Angebot überholt.

Für die Klubs bedeutet die Langfristigkeit Planungssicherheit. Wer bis 2028 den Pokal holen will, plant mit fixen Reisekosten, bekanntem Hallenflair und garantierter TV-Präsenz. Für Stuttgart bedeutet es: ein Premium-Event bleibt, das die Hotellerie füllt, die Gastronomie boostet und die Stadt als Sportmetropole etabliert. Die Zahlen: 1,2 Millionen Euro Umsatz pro Final4-Wochenende, 65 Prozent Gäste aus dem Umland, durchschnittliche Verweildauer 1,8 Tage.

Die Fans jubeln, die Liga jubelt, die Stadt jubelt. Und die Spielerinnen? Sie bekommen ein festes Finish, das sich mitreißen lässt. Wer in den nächsten Jahren den Pokal stemmt, stemmt ihn in der Arena, die mittlerweile laut Studien die lauteste Frauen-Sport-Kulisse Deutschlands ist. Die Botschaft ist klar: Stuttgart ist kein Zufall, sondern Ziel. Und dieses Ziel heißt bis 2028 Haushahn Final4.