Sturms bruins stoppen red wings – playoff-pulsschlag im osten

Marco Sturm hat seinen alten Kampfgeist auf die Bank der Boston Bruins übertragen – und die zittern plötzlich wieder mit dem Herz des Playoff-Rennens. Nachts in Detroit rissen die Bruins einem direkten Konkurrenten vier Punkte weg: 4:2 gegen die Red Wings, zwei Punkte Abstand in der Tabelle, ein Schlag ins Gesicht von Moriz Seider und Co.

Reichel blitzt ab, seider trumpft auf

Die deutsche Eintracht kriegt einen Preis: Lukas Reichel, 48 Stunden nach seinem Traum-Debüt gegen Winnipeg, bleibt diesmal blank, kein Assist, kein Tor, nur Eiszeit. Dafür liefert Moriz Seider das, was ihn zur Leitfigur der Wings macht: ein souveräner Assist, Powerplay, 1:2-Anschluss – reicht nicht, aber er zeigt, warum Detroit ihn als jungen deutschen Captain baut.

Die Bruins hingegen ziehen an. Zwei Punkte Vorsprung, ein Spiel weniger – und hinter ihnen schnappt schon Ottawa. Die Senators zertrümmern Toronto 5:2 im Battle of Ontario. Tim Stützle trifft nach 73 Sekunden, legt noch einen Assist nach – und schon jagt der neue Kanadier den alten Meister aus Boston.

Draisaitl fehlt – oilers rutschen

Draisaitl fehlt – oilers rutschen

Weiter westlich droht der nächste deutsche Superstar zu stürzen. Leon Draisaitl sitzt in München, behandelt seine Unterkörper-Verletzung, und die Edmonton Oilers verlieren ohne ihn 2:5 gegen Tampa Bay. Platz sechs im Westen, drei Punkte Vorsprung auf Calgary – kein Polster, keine Garantie. Die Saison wird für Edmonton zur Achterbahn, Draisaitl wird sie verpassen.

Die Tabelle lügt nicht: Wer jetzt zögert, fliegt raus. Und Sturm? Der Mann, der einst Deutschland in Olympia-Endspiele führte, führt Boston zurück in die Postseason. Die Bruins glauben wieder – und der Rest des Ostens spürt ihren Atem im Nacken.