Sturm knallt zurück: boston fegt buffalo weg und stellt serie auf 1:1
Buffalo war noch am Jubeln, da schon die nächste Ansage aus der Bruins-Kabine: 4:2, Auswärtssieg, Serie plötzlich offen. Marco Sturm trat nach dem Spiel an die Bande, das Kinn nach vorn, die Stimme rau vom Eisklima: „Wir haben heute bewiesen, dass Spiel eins nur ein Ausrutscher war.“
Viktor arvidsson schießt boston zurück ins leben
Der Schwede traf doppelt, einmal in jedem Drittel, und ließ den KeyBank Center verstummen. Sein erstes Tor, ein trockener Schlagschuss aus dem Slot, war die Antwort auf die frühe Buffalo-Führung. Sein zweiter Treffer, ein gekonntes Nachschieben zum 3:1, spaltete die Scheibe genau zwischen dem Schoner von Ukko-Pekka Luukkonen und dem Pfosten. Buffalo hatte mehr Schüsse, Boston hatte Arvidsson. Das reichte.
Lukas Reichel? Der deutsche Nationalstürmer saß erneut in der vierten Reihe, aber nur auf der Bank. Kein Shift, keine Sekunde Eiszeit. Sturm erklärte es knapp: „Wir gehen mit den Linien, die den Gegner am meisten beschäftigen.“ Faktisch bedeutet das: Reichel wartet weiter auf sein Playoff-Debüt.

Die serie kippt – und mit ihr die stimmung im osten
Buffalo galt als Geheimfavorit, nach Spiel eins sogar als sicherer Auftaktgegner. Doch die Bruins kehrten mit einer Defensivdisziplin zurück, die an ihre besten Tage erinnert. Jeremy Swayman entschärfte 31 Schüsse, darunter zwei Parade-Saves gegen Tage Thompson in Überzahl. Die Sabres schlichen ab, die Serie wandert nach Boston, wo am Donnerstag die nächste Machtprobe folgt.
Sturm packte seine Unterlagen zusammen, sein Blick schweift kurz zur Decke der Arena. „Wir haben jetzt Heimrecht, aber keine Zeit zu feiern. Playoffs sind ein Pendel – heute haben wir es kurz in unsere Richtung gedrückt.“ Die nächste Schubs folgt in 48 Stunden. Buffalo wird antworten. Boston ist endlich wach.
