Sturm graz fegt linz vom platz und fixiert vorzeitig platz drei

4:0 – fertig, aus, vorbei. Die Grazerinnen um Matchwinnerin Annabel Schasching haben die SG Union Kleinmünchen/FC Blau-Weiß Linz am Samstag mit einer Demontage in die Winterpause geschickt. Die Steirerinnen hatten vor dem Anpfiff schon die Meistergruppe gebucht, doch wer erwartet schon 90 Minuten Power-Fußball, der selbst den bereits gelösten Tabellendritten glühen lässt?

Weinsbergers doppelpack zeigt, wer hier die halle beherrscht

Trainer Daniel Riemer hatte die Truppe auf Vollgas programmiert, und Lisa Makaseröffnete nach 11 Minuten den Torreigen. Katharina Wiensberger, erst im Sommer aus St. Pölten gekommen, schlug zweimal zu – ein Linksschuss aus 16 Metern, ein Kopfball nach Ecke. Mit der Einwechslung von Youngster Marie Elisabeth Schmal kurz vor Schluss kam noch die vierte Granate, diesmal per Volley. Die Halle in der Raiffeisen-Arena kochte, 1.200 Zuschauerinnen feierten jeden Pass wie ein Endspiel.

Die Statistik spricht Bände: 21:3 Tore in den letzten fünf Partien, null Gegentore seit drei Spielen. „Wir wollten keineswegs nur Verwaltung betreiben“, sagte Wiensberger nach Abpfiff, „wir wollten zeigen, dass wir auch gegen den Abstiegskandidaten die Tempomarke diktieren.“ Das gelang – gnadenlos.

Öfb-bundesliga: austria fix, sturm jetzt auf tuchfühlung mit st. pölten

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Während Austria Wien den Grunddurchgang schon am Freitag abgeschlossen hat, rutschen die Grazerinnen mit 24 Punkten auf drei Zähler an Meister St. Pölten heran. Der SCR Altach folgt mit 17 Zählern auf Rang vier – ein Rückstand, der vor allem die Wienerinnen lächeln lässt, denn die Meistergruppe verspricht neue Derby-Feuerwerke. Für Sturm reicht es indes, die eigene Marschrichtung zu bestätigen: Torschützenkönigin Stefanie Enzinger liegt mit acht Treffern weiter vorne, die Defensive ist die dritbeste der Liga.

Die Pelkum-Analyse: Sturm Graz hat sich in den letzten Wochen vom defensiven Mittelmaß zur Torschützen-Maschine gemausert. Wer jetzt noch von „Glücksgriffen“ spricht, hat das Spiel offensichtlich nicht gesehen. Die nächsten Aufgaben: Auswärtsspiel in Altach, dann Heimduell gegen die Wiener Austria. Die Steirerinnen senden ein Signal – und das lautet: Wir kommen, auch wenn wir schon qualifiziert sind.

Der graue Samstag in Graz endete mit einem Feuerwerk in Schwarz-Weiß. Wer denkt, Qualifikation mache müde, wurde eines Besseren belehrt. Die Liga kann sich warm anziehen: Sturm Graz ist nicht nur Tabellendritter, sondern auch derzeit die heißeste Formation der Liga. Punkt.