Strömwall gesperrt: lakers kämpfen ohne ihren besten scorer
Ein Spiel Sperre, 2'900 Franken Busse und ein Team, das ohnehin schon mit dem Rücken zur Wand steht. Die Disziplinarkommission der National League hat Malte Strömwall von den SC Rapperswil-Jona Lakers für eine Partie aus dem Verkehr gezogen – ausgerechnet jetzt, wo jeder Punkt zählt.
Was in der 31. minute wirklich passierte
Es war der Samstag, 31. Spielminute, SCL Tigers gegen Rapperswil-Jona Lakers. Strömwall traf Yannick-Lennart Meier mit dem hinteren Schulterblatt direkt am Kopf. Meier musste die Partie vorzeitig verlassen. Auf dem Eis gab es sofort eine Spieldauerdisziplinarstrafe – aber der Player Safety Officer wollte mehr. Er plädierte auf Kategorie II, was zwei bis vier Spiele bedeutet hätte.
Der Einzelrichter sah das anders. Kategorie I, ein Spiel. Strafmildernd wirkte ausgerechnet das Verhalten des Opfers: Meier habe eine sehr tiefe Position eingenommen und sei auf den Kontakt nicht vorbereitet gewesen. Dennoch blieb ein entscheidender Punkt bestehen – Meier war zum Zeitpunkt des Checks nicht im Scheibenbesitz. Wer den Puck nicht hat, darf nicht gecheckt werden. Das war der eigentliche Knackpunkt des Urteils.

Eine unnötige aufwärtsbewegung, die teuer wird
Der Richter stellte fest, dass Strömwall beim Check eine unnötige Aufwärtsbewegung ausführte. Kein grober Vorsatz, aber auch keine Unachtsamkeit, die man einfach durchgehen lässt. Die Sperre stützt sich auf eine klare Saisonlinie: Ähnliche Vergehen wurden bei Vili Sarijärvi und Jiri Sekac identisch geahndet. Gleiche Maßstäbe, gleiche Konsequenzen.
Strömwalls Geldbeutel leidet doppelt. Neben der Spielsperre werden 2'900 Franken inklusive Verfahrenskosten fällig. Die Zahl klingt nach einem Detail – für einen Profispieler ist sie das auch. Aber sie zeigt, dass die Liga es ernst meint.

Lakers in der klemme: play-ins als realistisches ziel
Die Ausgangslage der Rosenstädter ist alles andere als komfortabel. Acht Punkte Rückstand auf Rang 6, drei Spiele noch zu spielen – der direkte Playoff-Einzug ist rechnerisch möglich, praktisch aber eine Illusion. Was bleibt, ist die Play-In-Qualifikation. Und genau dort braucht man jeden Mann, jeden Punkt, jede Energie.
Strömwall fehlt. Der Mann, der in dieser Saison als Topscorer der Lakers vorangeht, sitzt beim nächsten Spiel auf der Tribüne. Für ein Team, das gerade versucht, sich für die K.o.-Runde in eine gute Position zu bringen, ist das keine Kleinigkeit. Es ist ein schmerzhafter Moment zur denkbar schlechtesten Zeit.
