Trinity rodman bricht verletzt zusammen – rücken wieder im fokus
Trinity Rodman lag weinend auf dem Rasen, die Hände am unteren Rücken – und das ausgerechnet in einem Spiel, das längst entschieden war. Beim 3:0-Auftaktsieg der USA gegen Argentinien im SheBelieves Cup sorgte die 23-Jährige in der Nachspielzeit für einen Schockmoment, der weit über das Ergebnis hinausgeht.
Was in der nachspielzeit passierte
Rodman war erst in der 62. Minute eingewechselt worden – frisch, motiviert, mit dem Hunger einer Spielerin, die nach monatelanger Verletzungspause endlich wieder auf dem Platz steht. Dann kam das Foul. Die 18-jährige Argentinierin Milagros Martin traf sie von hinten, Rodman krachte zu Boden, blieb liegen. Gelbe Karte für Martin. Tränen für Rodman. Und eine bange Stille im Stadion.
Sie konnte zwar aus eigener Kraft aufstehen und das Feld verlassen – das ist das Einzige, was in diesem Moment zählt. Aber sie kehrte nicht zurück. Und das sagt eigentlich alles.

Der rücken – schon wieder dieser rücken
Wer Rodmans Jahr 2025 verfolgt hat, weiß, wie heikel diese Stelle ist. Von April bis August stand sie wegen einer hartnäckigen Rückenverletzung komplett außer Gefecht. Dann, im Oktober, folgte eine MCL-Verletzung. Zwei schwere Rückschläge in einem einzigen Jahr – und nun dieser Moment in der Nachspielzeit.
Ob das Foul alte Strukturen wieder aufgerissen hat oder eine vollkommen neue Verletzung vorliegt, ist Stand jetzt unklar. Trainerin Emma Hayes konnte nach dem Abpfiff keine Entwarnung geben. Sie habe Rodman noch nicht gesehen, noch nicht mit dem medizinischen Team gesprochen. Offener lässt sich eine Prognose kaum formulieren.
Rekordvertrag, 97 spiele – und nun das
Das Timing könnte nicht bitterer sein. Rodman hat gerade einen Rekordvertrag über drei Jahre bei Washington Spirit unterschrieben – sie ist damit die bestbezahlte Spielerin der gesamten NWSL, weltweit. Eine Zahl, die für sich spricht. Und eine Verantwortung, die mit jedem Ausfall schwerer wiegt.
Mit 97 Klubeinsätzen steht sie kurz davor, als jüngste Spielerin überhaupt die Marke von 100 Spielen zu knacken. Ein Meilenstein, der greifbar nah ist – sofern der Körper mitspielt. Genau das ist jetzt wieder die große Unbekannte.
Der SheBelieves Cup, an dem neben den USA und Argentinien auch Kanada und Kolumbien teilnehmen, läuft weiter. Ob Rodman in den nächsten Partien dabei sein kann, steht in den Sternen. Für eine Spielerin ihres Kalibers ist jede verpasste Minute Verschwendung. Und die Verschwendung häuft sich gerade gefährlich an.
