Stroll springt ein: formel-1-pilot plantet gt-sensation in paul ricard

Lance Stroll, der erfahrene Formel-1-Pilot von Aston Martin, überrascht die Motorsportwelt mit einem ungewöhnlichen Engagement: Dieser Tage mischt er im GT World Challenge bei einem Rennen auf dem Circuit Paul Ricard mit. Ein Ausflug, der weit mehr als nur eine Trainingsunterbrechung verspricht – Stroll selbst glaubt an einen Sieg.

Eine spontane entscheidung im suzuka-nachtessen

Eine spontane entscheidung im suzuka-nachtessen

Die Idee zu diesem Ausflug in den GT-Bereich ist alles andere als geplant. Wie Stroll selbst verriet, entstand die Entscheidung während eines gemeinsamen Abendessens mit Freunden in Suzuka, kurz nach der Absage von zwei Formel-1-Rennen. "Jean-Michel [Baert, Teamchef von Comtoyou Racing] war sehr kulant und wir konnten alles innerhalb einer Woche organisieren," so Stroll. Ohne die schnelle Unterstützung des Teamchefs wäre dieser Schritt vermutlich unmöglich gewesen.

Die Partnerschaft mit dem belgischen Team Comtoyou Racing ist ebenfalls bemerkenswert. An seiner Seite kämpfen Roberto Mehri, ein alter Freund und ehemaliger Marussia F1-Pilot, sowie Mari Boya, ein junges Talent aus der Aston Martin F2 Academy. Die Chemie im Team stimmt, und die Ambitionen sind hochgesteckt.

Ein verlockendes Gefühl: Der Kampf um den Sieg

Während in der Formel 1 Siege oft schwer fassbar sind, sieht Stroll im GT World Challenge eine realistische Chance auf Erfolg. “Hier ist die Konkurrenz zwar groß, aber es ist möglich zu gewinnen, selbst wenn wir wenig Erfahrung haben. Das ist eine große Motivation für mich,” erklärt der Kanadier. Er schätzt die Möglichkeit, sich in einem anderen Umfeld zu beweisen und das Fahrerlebnis in vollen Zügen zu genießen.

Der Aston Martin Vantage AMR GT3 EVO, den Stroll pilotieren wird, bietet ein ganz anderes Fahrgefühl als ein Formel-1-Bolide. “Er hat weniger Abtrieb und weniger Leistung, aber er lässt sich agiler bewegen. Man kann die Curbs härter angehen und im Verkehr viel näher an den anderen Autos fahren,” beschreibt Stroll die Unterschiede. Dieses dynamische Fahrgefühl und die intensiven Überholmanöver versprechen ein spannendes Rennen.

Stroll betont, dass seine Mentalität hinter dem Lenkrad immer gleich bleibt, egal ob in der Formel 1, im GT-Sport oder sogar im Karting. “Aber hier ist es besser: weniger Medienverpflichtungen, mehr Zeit im Garage mit dem Team und einfach nur fahren und Spaß haben.”

Die Entscheidung von Stroll, diesen Ausflug in den GT-Sport zu wagen, zeigt, dass auch Top-Fahrer nach neuen Herausforderungen und reinen Fahrerlebnissen suchen. Ob er tatsächlich seinen ersten Sieg seit 2016 feiern kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Mit seiner Erfahrung und seinem Können ist er ein ernstzunehmender Kandidat für den Sieg in Paul Ricard.