Stöckli: gisin übergibt das zepter an roten – ein rückblick auf glorreiche jahre
Nach drei Jahren voller Triumphe und Rekorden nimmt Marc Gisin Abschied von seiner Rolle als Rennsportleiter bei Stöckli. Der Abschied markiert das Ende einer Ära, in der Schweizer Skifahrer die Welt dominierten – und den Beginn eines neuen Kapitels unter der Leitung von Jörg Roten. Gisin blickt zurück auf eine Zeit voller Highlights, während er voller Zuversicht in die Zukunft Stöcklis blickt.
Ein abschied mit stil: gisins erfolgsbilanz
Die Bilanz spricht für sich: Unter Gisins Ägide feierten Athleten wie Marco Odermatt und Alexis Monney zahlreiche Siege und trieben Stöckli an die Spitze des Skisports. Besonders in Erinnerung bleiben der dominante Auftritt von Odermatt in den Riesenslaloms der Saison sowie Monneys spektakulärer Sieg in Bormio. Gisin selbst bezeichnete die vergangenen drei Jahre als „megacool und megaerfolgreich“ und blickt mit einem „schönen Gefühl“ zurück.

Die entscheidung für einen neuanfang
Doch warum tritt der erfahrene Sportexperte zurück? „Es ist nicht eine Stelle, die ich geplant habe, ewig zu machen“, erklärt Gisin. Die Intensität des Rennsports und die Rückkehr in eine vertraute Routine führten zu der Entscheidung, einen Neuanfang zu wagen. „Irgendwo ist man dann doch wieder in diesem Trott drin. Und dann habe ich für mich irgendwo einfach gemerkt, dass das Herz doch nicht mehr ganz so dort ist, wie es war oder wie es sein sollte, um diese Stelle auch mit 100 % auszuführen.“

Jörg roten übernimmt: ein erfahrener nachfolger
Stöckli hat mit Jörg Roten, dem ehemaligen Trainer von Wendy Holdener, einen würdigen Nachfolger gefunden. „Es ist megacool, dass es geklappt hat. Ich glaube, das ist eine Top-Lösung für die Zukunft“, so Gisin über die Wahl seines Nachfolgers. Roten bringt eine Fülle an Erfahrung mit und wird das erfolgreiche Team von Stöckli weiterführen.

Mehr als nur ein job: gisins beitrag zum erfolg
Gisin betont, dass sein Beitrag zum Erfolg von Stöckli nur ein kleiner Teil des Gesamtbildes sei. „Am Schluss ist es der Athlet, der abliefern muss.“ Dennoch hob er hervor, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Athleten, Entwicklern und Service-Leuten sei. „Es sind einfach alle kleinen Puzzleteile, die da ineinandergreifen müssen, damit das Konstrukt dann schlussendlich so erfolgreich sein kann.“ Er selbst habe versucht, seine Kompetenz und Führungserfahrung einzubringen und die Struktur des Teams zu optimieren.

Ein blick in die zukunft: was kommt nach stöckli?
Nach seinem Abschied bei Stöckli plant Gisin, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Sein kürzlich abgeschlossenes Studium der Wirtschaftspsychologie bildet dabei die Grundlage für seine berufliche Zukunft. „Ich will mir auch ein bisschen Zeit geben. Weil ich halt gezwungenermassen ein bisschen von Chance zu Chance gesprungen bin…“, so Gisin. Er sucht nach einer Rolle, in der er seine Leidenschaft und sein Fachwissen erneut einbringen kann.
Mit dem Übergang an Jörg Roten und dem Wissen um die zahlreichen Talente im Team, ist Stöckli bestens gerüstet, um auch in Zukunft die Erfolgsgeschichte im Skisport fortzuschreiben. Die Ära Gisin mag zu Ende gehen, aber der Schweizer Erfolg im Schnee geht weiter.
