Stiller-poker: juventus macht ernst – hoeneß muss sich strecken!

Stuttgart – Der VfB Stuttgart ist plötzlich im Zentrum eines internationalen Transferspokers. Angelo Stiller, der Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld von Sebastian Hoeneß, steht im Visier von Juventus Turin. Die Bianconeri wollen den Nationalspieler im Sommer unter Vertrag nehmen und erhöhen damit den Druck auf die Schwaben.

Die zahlen sprechen eine deutliche sprache

Sport BILD und „Tutto Juve“ berichten unisono von dem konkreten Interesse der Turiner. Juventus, derzeit nur Vierter in der Serie A mit einem enormen Rückstand von 15 Punkten auf Inter Mailand, plant einen umfassenden Umbruch für die kommende Saison. Stiller, mit seinen nur 25 Jahren und seinen sieben Länderspielen, passt perfekt in das Profil der gesuchten Spieler. Die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag, die bei 36,5 Millionen Euro liegt, könnte Juventus den Wechsel relativ einfach machen lassen – die Schwaben könnten diese Klausel für zwei bis vier Millionen Euro drücken, um später einen höheren Preis zu erzielen.

Ein Detail, das übersehen wird: Juventus hat eigenen Angaben zufolge bereits Teun Koopmeiners, einen weiteren talentierten Mittelfeldspieler, zum Verkauf angeboten. Der Niederländer, der erst vor zwei Jahren für rund 60 Millionen Euro von Atalanta kam, könnte durch Stiller ersetzt werden, was für Juventus eine enorme Ersparnis bedeuten würde.

Chelsea und manchester united lauern ebenfalls

Chelsea und manchester united lauern ebenfalls

Doch Stiller ist begehrt. Neben Juventus Turin zeigen auch der FC Chelsea und Manchester United reges Interesse an dem jungen Deutschen. Auch Real Madrid beobachtet seine Entwicklung genau. Das bedeutet für den VfB Stuttgart: Ein Wettbieten ist wahrscheinlich, und die Nachfrage könnte den Preis für Stiller in die Höhe treiben.

Es ist ein Drahtseilakt für Hoeneß und seinen Verein. Einerseits will der VfB die Champions League erreichen, andererseits muss er sich mit dem unvermeidlichen Interesse an seinen Leistungsträgern auseinandersetzen. Caspar Jander vom FC Southampton steht bereits auf der Liste der möglichen Nachfolger, doch der ehemalige Nürnberger wäre mit einer Ablöse von rund 25 Millionen Euro ebenfalls eine kostspielige Lösung.

Sollte Stiller bei der WM in diesem Winter überzeugen, könnte sein Marktwert auf schätzungsweise 45 Millionen Euro steigen. Dann wäre der VfB wohl gezwungen, über einen Verkauf nachzudenken – es sei denn, Hoeneß findet einen Weg, Stiller langfristig an den Verein zu binden.

Fazit: Der VfB Stuttgart steht vor einer Zerreißprobe. Die Entscheidung, ob Angelo Stiller bleibt oder geht, wird nicht nur die sportliche Zukunft des Vereins, sondern auch die finanzielle Lage maßgeblich beeinflussen. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein.