Starker start für das deutsche davis-cup-team – peru chancenlos
Überzeugender auftakt in düsseldorf
Das deutsche Davis-Cup-Team hat einen beeindruckenden Start in die neue Saison hingelegt. Ohne Alexander Zverev, der nach den Australian Open nicht zur Verfügung steht, besiegte die Auswahl Peru mit 2:0. Die Entscheidung im Duell könnte bereits im Doppel fallen, was dem Team eine optimale Ausgangsposition für den weiteren Verlauf des Wettbewerbs verschafft. Rund 3.000 Zuschauer im ausverkauften Castello in Düsseldorf bejubelten den Erfolg.

Hanfmann und struff sichern die punkte
Yannick Hanfmann eröffnete das Turnier mit einem souveränen 6:4, 6:4 Sieg gegen Gonzalo Bueno. Anschließend baute Jan-Lennard Struff den Vorsprung mit einem klaren 6:4, 6:2 gegen Juan Pablo Varillas aus. Beide Spieler zeigten konzentrierte Leistungen und ließen dem peruanischen Team kaum Chancen. Struff beendete sein Match sogar in nur 75 Minuten.

Doppel als vorentscheidung erwartet
Das Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz hat am Samstag (13:00 Uhr, kostenloser Stream auf tennis.de) die Möglichkeit, den dritten und entscheidenden Punkt für Deutschland zu holen. Sollte es dort zu einer unerwarteten Niederlage kommen, gibt es noch zwei Einzel, um den Sieg zu sichern. Die Mannschaft geht jedoch zuversichtlich in das Doppel, um die Weichen frühzeitig zu stellen.
Struffs schlüssel zum erfolg
Jan-Lennard Struff analysierte sein Match: "Er stand erste 60, ist ein bisschen abgefallen, war verletzt. Ich wusste, dass ich druckvoll spielen muss. Ich habe es über weite Strecken gut gemacht. Im Großen und Ganzen bin ich sehr glücklich." Er betonte die Bedeutung des Heimspiels und die Freude, wieder vor eigenem Publikum spielen zu dürfen. Sein schneller Start im ersten Satz und die Fähigkeit, den Druck aufrechtzuerhalten, waren entscheidend.
Hanfmann über seine leistung und die atmosphäre
Yannick Hanfmann zeigte sich emotional und betonte die besondere Atmosphäre im Davis Cup: "Es war emotional für mich. Die Emotionen im Davis Cup sind besonders." Er hob seine dominanten Aufschlagspiele hervor, die seinem Gegner keine Chance ließen. Die Nervosität habe er gut im Griff gehabt und die Unterstützung des Publikums sehr genossen.
Ziel: finalrunde und der erste titel seit 1993
Teamchef Michael Kohlmann gab das Ziel für das Team klar vor: "So wie wir aufgestellt sind, so wie wir mit dem Team die letzten Jahre performt haben, rufen wir die Finalrunde auf jeden Fall als Ziel aus." Nach zwei Halbfinalteilnahmen in den letzten Jahren möchte das deutsche Team endlich den ersten Davis-Cup-Titel seit 1993 holen. Im September geht es dann möglicherweise gegen Dänemark oder Kroatien um den Einzug in die Finalrunde der besten acht Nationen.
Peru ohne topspieler
Die peruanische Mannschaft trat ohne ihren besten Spieler Ignacio Buse (unter den Top 200 der Weltrangliste) an, der für die Einzel am ersten Tag nicht nominiert war. Dies unterstreicht die Favoritenrolle Deutschlands in diesem Duell. Dennoch wird das Team die nächsten Aufgaben ernst nehmen und sich Match für Match auf den Weg zur Finalrunde konzentrieren.
