Staatsschutz jagt rassist vom ofc-stadion

Der Fall lässt den Offenbacher Kickers keine Ruhe. Tage nach dem rassistischen Angriff auf Mittelfeldspieler Melkamu Frauendorf beim Regionalliga-Spiel gegen die Stuttgart Kickers hat die Polizei den Fall an den Staatsschutz übergeben. Kamerabilder werden gesichert, Zeugen gesucht, und über dem Verein hängt eine Geldstrafe, die bis zu 500.000 Euro erreichen könnte.

Ein zuschauer auf der haupttribüne, eine beleidigung, die alles erschüttert

Was an jenem Samstag passierte, war kein Einzelfall im dunklen Unterrang. Die rassistische Beleidigung kam von der Haupttribüne — mitten aus dem Herzstück des Stadions. Ziel war Frauendorf, der in Äthiopien geborene Mittelfeldspieler, der für die Kickers aufläuft. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen bestätigte dem hr-Sport, dass solche Fälle grundsätzlich an den Staatsschutz abgegeben werden. Routine im Procedere, aber alles andere als Routine in der Wirkung.

Wer den Täter kennt oder den Vorfall beobachtet hat, kann sich unter der Nummer 069/80981234 bei den Behörden melden. Die Polizei ist auf Zeugenhinweise angewiesen.

Holzbrecher spricht klartext — und nennt das wort stadionverbot

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Kaufmännischer Geschäftsführer Florian Holzbrecher ließ am Dienstag keinen Zweifel daran, wie der OFC die Sache einordnet. „Wir werden die vereinsinternen Maßnahmen vorantreiben, zu dem Thema sensibilisieren, Verantwortung übernehmen und eine lückenlose Aufklärung des Sachverhalts anstreben