St. gallen bricht wankdorf-fluch: europa-ticket in sicht!
Ein eisiger Wind wehte gestern über Bern, doch die Spieler des FC St. Gallen brachten die Hitze auf den Platz. Mit einem Last-Minute-Treffer sicherte sich die Mannschaft von Enrico Maassen einen wichtigen 2:1-Sieg gegen die Young Boys und katapultierte sich weiter in Richtung Europa-Pokal.
Kapitän görtler: "ein ganz anderes gefühl in bern"
Die Partie war ein Spiegelbild des Kampfes um die internationalen Plätze: intensiv, nervenaufreibend und bis zum Schluss unentschieden. Doch dann, in der Schlussminute, schlug St. Gallen zu und besiegelte den Sieg. Kapitän Lukas Görtler sprach im «Blick» von einem Befreiungsschlag: "Man fährt jetzt mit einem ganz anderen Gefühl nach Bern. Der Druck, seit Jahren nicht gewonnen zu haben, ist weg." Dieser Sieg markiert nicht nur einen wichtigen Schritt in Richtung Europacup, sondern auch das Ende eines lange andauernden Tabus: Der FC St. Gallen hat den Fluch des Wankdorfstadions endlich gebrochen – innerhalb von nur sechs Monaten gelang es den Espen, das Unmögliche möglich zu machen: zwei Auswärtssiege gegen die Young Boys.
Die Bilanz spricht für sich: Vier Spiele vor Saisonende beträgt der Vorsprung auf Sitten bereits acht Punkte. Ein komfortanter Vorsprung, der die St.Galler ihrem Ziel, die Europa-League-Qualifikation über die Liga zu sichern, enorm näherbringt.

Meisterschaft? "solange thun nicht einbricht."
Obwohl die Meisterschaft rein theoretisch noch in Frage kommt, zeigte sich Trainer Enrico Maassen eher pragmatisch: "Wenn wir jedes Spiel gewinnen und Thun alles verliert, dann schon." Görtler ergänzte mit einem Augenzwinkern: "Solange Thun es nicht zumacht und wir punkten, ist es möglich. Aber ich glaube nicht wirklich daran." Die Konzentration liegt klar auf der Qualifikation für den Europapokal, wo St. Gallen mit seiner bisherigen Leistung und dem neu gewonnenen Selbstvertrauen ein ernstzunehmender Gegner werden könnte.
Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der makellosen Bilanz des FC St. Gallen im Elfmeterschießen. Eine potenzielle Waffe für die anstehenden Spiele, die beweist, dass die Mannschaft auch unter Druck einen kühlen Kopf bewahrt. Das nächste Auswärtsspiel gegen Yverdon wird zeigen, ob die Espen diesen Schwung mitnehmen und ihren Europa-Traum weiterverfolgen können.
