Spannung auf dem wasser: amerikaner dominiert die tre golfi!
Ein furioser Auftakt zur Weltmeisterschaft im ORC-Regelwerk! Die Segler aus 20 Nationen lieferten sich ein packendes Rennen vor der malerischen Küste Neapels und Sorrentos. Besonders die klassische Tre Golfi Regatta, ein Highlight der Veranstaltung, sorgte für Nervenkitzel und Überraschungen.
Summer storm setzt sich durch – ein us-erfolg
Die Prognosen bestätigten sich größtenteils, doch es gab auch einige unerwartete Wendungen. Allen voran der Triumph der Summer Storm, einem US-amerikanischen Boot unter der Leitung von Maurizio Bertera. Das TP 52 zeigte eine beeindruckende Leistung und sicherte sich den Sieg in der anspruchsvollen Regatta. Die Bedingungen waren alles andere als einfach: schwacher Wind zwang die Organisatoren zu einer Anpassung der Strecke von 150 auf 130 Seemeilen, um einen zweiten Passagenpunkt bei Li Galli zu vermeiden.
Der Schlüssel zum Erfolg lag in der strategischen Entscheidung, zwischen Procida und der Küste einen entscheidenden Vorteil zu erringen, während andere Boote in einer Windlöse festsaßen. Auch die Wahl des Kurses rund um Ischia erwies sich als entscheidend, wobei die Option nach Norden die Nase vorn hatte. Andrew Berdon, der Skipper der Summer Storm, benötigte knapp unter 17 Stunden, um die Ziellinie zu überqueren und den Sieg zu bestätigen.
Auf dem Podium reihten sich weitere starke Teams ein: Vudu (ebenfalls ein TP 52 unter der Führung von Mauro Gestri) und der hoch gehandelte Django WR, ein Wallyrocket 51 von Giovanni Lombardi Stronati, komplettierten das Treppodest.

Sorrento: entscheidende inshore-rennen
Nach der Tre Golfi verlagerte sich das Geschehen nach Sorrent, wo sieben Inshore-Rennen über verschiedene Formate (Winkelkreuz, Küstenrennen) ausgetragen wurden, um die Weltmeistertitel in den verschiedenen Klassen zu vergeben. Summer Storm präsentierte sich in herausragender Form und sicherte sich mit fünf Siegen (davon einer im Gleichstand) den Gesamtsieg vor Vudu und Rocketnikka, dem zweiten Wallyrocket 51 von Roberto Lacorte.
Im Corinthian-Bereich ging der Sieg an Night Shadow des Schweizer David Mizrahi. In Klasse A triumphierte der Carkeek 40 Ran unter der Leitung des schwedischen Investors Niklas Zennström, der sich mit einem deutlichen Vorsprung von elf Punkten gegen den erfahrenen Lisa R (Ker 46 von Gianni Di Vincenzo) durchsetzte. Ein bemerkenswertes Ergebnis, das die Leistungsfähigkeit des Teams unter Beweis stellt.
Die Überraschung des Turniers gab es in der Klasse B: Der argentinische Katara (PG 390) unter der Führung von Somodi Julian setzte sich unerwartet durch und besiegte Favoriten wie den Farr 40 Mascalzone Latino von Vincenzo Onorato. Die Esten von Tecnonichol belegten einen respektablen zweiten Platz.

Italienische erfolge in klasse c und corinthian
Trotz einiger Enttäuschungen konnten sich italienische Teams auch in anderen Klassen durchsetzen. Robe da Mat (Luigi Buzzi) sicherte sich den Titel in Klasse C, während Lady Day 998 (Corrado Annis) im Corinthian-Bereich triumphierte. Ein Zeichen für die Stärke der italienischen Segeltradition.
Nun steht die Ima Maxi European Championship an, bei der 27 Maxi-Yachten an den Start gehen werden. Nach der Tre Golfi am 22. Mai folgen weitere Rennen in Sorrent vom 25. bis 28. Mai. Die Welt blickt gespannt auf die prestigeträchtigen Boote und die spannenden Duelle auf dem Wasser.
