Spanischer sport fordert: mehr geld und politische stabilität!

Madrid – Die Asociación del Deporte Español (ADESP) hat in intensiven Gesprächen mit den vier großen Fraktionen im spanischen Kongress ein klares Signal gesendet: Der spanische Sport braucht dringend politische Unterstützung und finanzielle Stärkung, um seine Zukunft zu sichern. Die Forderungen sind ehrgeizig, aber notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit und die soziale Bedeutung des Sports im Land zu erhalten.

Ein starkes fundament für spanische sportvereine

Ein starkes fundament für spanische sportvereine

Im Zentrum der Verhandlungen steht die Forderung nach einer Erhöhung der strategischen Zuschüsse, insbesondere im Bereich der audiovisuellen Rechte. ADESP argumentiert, dass eine bessere Vermarktung der Rechte der Sportverbände zu einer deutlichen Steigerung der Einnahmen führen würde. José Hidalgo, Präsident der ADESP, betonte: „Der spanische Sport kann sich nicht länger mit dem zufrieden geben, was er hat. Wir brauchen moderne Werkzeuge und eine solide finanzielle Basis, um uns gegenüber internationalen Wettbewerbern behaupten zu können.“

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Konsolidierung von Inklusionsförderung als strukturelle und dauerhafte Linie. Die ADESP plädiert für angepasste Beträge, die dem Wachstum von Inklusionsprogrammen Rechnung tragen. Die Zahl der Sportler mit Behinderung steigt stetig, und der spanische Sport muss in der Lage sein, diesen Trend zu unterstützen.

Doch das ist noch nicht alles. ADESP hat auch eine Reihe weiterer Vorschläge auf den Tisch gebracht, darunter ein Sponsoring-Gesetz, das auf kleine und mittelständische Unternehmen zugeschnitten ist, sowie eine steuerliche Gleichstellung der Sportverbände mit Stiftungen. „Wir wollen den kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit geben, sich zu engagieren und den spanischen Sport zu unterstützen“, erklärte Hidalgo.

Besonders hervorzuheben ist die Forderung nach steuerlichen Anreizen, die denen des Musiksektors ähneln, sowie die frühzeitige und einheitliche Vergabe von Zuschüssen im ersten Quartal des Jahres, um den Verbänden finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Die Unterstützung des „Estatuto del Deportista“, einer Initiative der Sportler selbst, wurde ebenfalls ausdrücklich bekräftigt. Es geht darum, die Rechte und Interessen der Athleten zu stärken und ihnen einen besseren Schutz zu bieten.

Die Reaktion der politischen Fraktionen war überwiegend positiv. Alle Parteien zeigten sich bereit zum Dialog und zur Zusammenarbeit. “Der Sport kennt keine politischen Farben”, so Hidalgo. “Er braucht Stabilität, Ressourcen und moderne Werkzeuge, um zu wachsen.”

Die Verhandlungen mit dem Kongress sind noch nicht abgeschlossen, aber die ADESP ist optimistisch, dass ihre Vorschläge umgesetzt werden können. Spanien steht vor der Chance, seine Sportlandschaft nachhaltig zu stärken und die soziale und wirtschaftliche Bedeutung des Sports weiter auszubauen. Die Zahl der Sportteilnehmer in Spanien ist in den letzten fünf Jahren um 12% gestiegen – ein klares Zeichen für die wachsende Bedeutung des Sports für die Gesellschaft.