Spanische liga: historische klubs kehren zurück – ein neues zeitalter?
Ein Erdbeben geht durch die spanische Liga! Drei Traditionsvereine – Deportivo La Coruña, Racing Santander und UD Málaga – haben den Aufstieg in die Primera División geschafft und verändern das Gesicht der höchsten spanischen Spielklasse grundlegend. Die Frage, die sich nun jedem Fußballfan stellt: Sind wir Zeuge einer neuen Ära?

Die rückkehr der giganten: mehr als nur nostalgie
Die Aufstiegserfolgen von Deportivo, Racing und Málaga bedeuten weit mehr als nur die Rückkehr bekannter Namen in die Liga. Es ist ein Signal, dass die Vergangenheit nicht vergessen ist und dass Tradition im modernen Fußball noch immer einen Wert hat. Insgesamt bringen diese drei Klubs 107 Saisons an Erstligaerfahrung mit – ohne den tragischen Fall des CD Málaga von 1992 zu berücksichtigen, dessen Glanzzeiten in den 70er Jahren unvergessen bleiben.
Ein Blick auf die historischen Zahlen offenbart die Dimension des Wandels: 20 der insgesamt 27 Klubs mit den meisten Punkten in der ewigen Bestenliste der LaLiga werden in der kommenden Saison vertreten sein. Einige bekannte Namen wie Zaragoza, Valladolid, Mallorca, Sporting, Oviedo, Las Palmas und Granada fehlen zwar, aber die Konzentration an Traditionsvereinen ist bemerkenswert.
Real Madrid und FC Barcelona, die ewigen Giganten, behaupten sich weiterhin als die einzigen Klubs, die seit 95 Saisons ununterbrochen in der Primera División spielen. Auf der anderen Seite finden sich mit Levante (17 Spiele), Alavés (20 Spiele) und UD Málaga (21 Spiele) auch einige „Newcomer“, die sich in den letzten Jahren etabliert haben. Dabei sticht der Getafe CF hervor, der seit 2004 21 von 22 Saisons in der höchsten Liga verbracht hat – ein wahres Phänomen des 21. Jahrhunderts.
Der FC Villarreal hat sich in der historischen Rangliste bemerkenswert schnell nach oben gearbeitet. Unter der Ägide von Fernando Roig debütierte der Verein 1998 in der Primera División und hat seitdem 26 Saisons in der höchsten Spielklasse verbracht. Diese beeindruckende Leistung katapultierte die Gelben auf den 15. Platz der ewigen Bestenliste.
Die Top 10 der Liga sind seit dem Abstieg des FC Zaragoza im Jahr 2013 relativ stabil geblieben. Die Aragonesen, die aktuell in der Primera RFEF spielen, haben jedoch noch alle Chancen, ihre Position in der ewigen Bestenliste zu verteidigen – mit 58 Saisons und 2.109 Punkten liegen sie gut im Rennen.
Der Kampf um die Spitze spitzt sich immer weiter zu: Real Madrid und Barcelona liefern sich weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz. Der Abstand zwischen den beiden Erzrivalen hat sich in den letzten Jahren verringert: Der Real Madrid weist aktuell 5.129 Punkte auf, während der FC Barcelona mit 5.031 Punkten dicht hinterherhinkt. Der Atléticó Madrid folgt mit 4.122 Punkten, gefolgt von Valencia und Athletic Bilbao, die mit jeweils 3.850 Punkten gleichauf liegen. Sevilla kämpft mit 3.327 Punkten darum, seine Position zu behaupten, während Espanyol (3.086) und Real Sociedad (3.075) um den siebten Platz kämpfen.
Betis und Celta de Vigo haben beide 60 Saisons in der Primera División verbracht, jedoch haben die Sevillaner (2.399 Punkte) gegenüber den Galiziern (2.208 Punkte) die Nase vorn.
Die Rückkehr dieser Traditionsvereine verleiht der Primera División nicht nur mehr Prestige, sondern verspricht auch spannendere und ausgeglichenere Duelle. Ob diese Entwicklung nachhaltig ist und ob der spanische Fußball tatsächlich ein neues Zeitalter erlebt, wird die Zukunft zeigen.
