Spanien rechnet ab: erster sieg gegen ungarn nach europameisterschafts-drama!

Alejandrópolis bebte gestern Abend förmlich aus, als die spanische Nationalmannschaft ihre Rechnung mit Ungarn beglich – und das mit beeindruckender Deutlichkeit. Nach der bittere Niederlage im Elfmeterschießen der vergangenen Europameisterschaft präsentierte sich das Team von David Martín nun von seiner besten Seite und feierte einen klaren 9:13-Erfolg im Rahmen der zweiten Phase der Weltmeisterschaft.

Dominanz in den letzten minuten ebnet den weg zum sieg

Dominanz in den letzten minuten ebnet den weg zum sieg

Der Schlüssel zum spanischen Erfolg lag in einer unglaublichen Energieleistung in der zweiten Hälfte. Ein 1:5-Teilerlauf in den letzten fünf Minuten des zweiten Viertels katapultierte die Mannschaft in Führung und ließ wenig Raum für Zweifel. Die Erinnerung an die schmerzhafte Eliminierung bei der EM, die Spanien die Verteidigung des kontinentalen Titels kostete, schien nun vollständig verdrängt.

Die Ausgangslage war klar: Beide Teams waren bereits für die Superfinalrunde in Sydney im Sommer qualifiziert, sodass es vor allem darum ging, Selbstvertrauen zu gewinnen und die eigene Form zu überprüfen. Nach einem holprigen Start gegen Italien (10:12) hatten die Spanier zuvor überzeugende Siege gegen Kroatien (14:10) und die USA (15:8) gefeiert. Gegen Ungarn stand nun die Bewährungsprobe, der ultimative Test für die angestrebte Titelverteidigung bei der Weltmeisterschaft im Januar 2025.

Das Spiel begann ausgeglichen, beide Mannschaften kannten sich gut und lieferten sich einen abwechslungsreichen Schlagabtausch. Ein 5:5-Unentschieden (Minute 11), erzielt durch Dénes Varga, spiegelte den engen Kampf wider. Doch dann kam der entscheidende Moment: Spanien präsentierte eine Abwehrleistung von nahezu perfekter Präzision und begann, ohne Unterlass anzugreifen. Die erste Angriffslinie, angeführt vom unbändigen Bernat Sanahuja, der mit vier Treffern den Torschützenkönig stellte, sorgte für einen 1:5-Teilerlauf, der den Halbzeitstand auf 6:10 besiegelte.

Die ungarische Mannschaft, ohne ihren Star und offensiven Dreh- und Angelpunkt Dusan Mandic, fand demnach kaum eine Antwort auf die spanische Dominanz. Kristof Csoma konnte lediglich drei Paraden verbuchen, bevor Soma Vogel ins Tor kam. Seine vier Interventionen in sieben Würfen waren zwar lobenswert, konnten den Lauf der Geschichte jedoch nicht mehr aufhalten. Spanien agierte kühl und kalkulierend, kontrollierte jeden Ballbesitz und hielt die Führung bis zum 9:13-Endstand. Das Ergebnis katapultiert Spanien an die Spitze der Tabelle.

Der Sieg ist nicht nur ein Zeichen der Stärke, sondern auch ein klares Statement: Spanien ist bereit für die Herausforderungen, die noch kommen werden. Am Samstag trifft das Team auf Italien (18:45 Uhr), bevor es am Sonntag (12:00 Uhr) gegen Griechenland im letzten Spiel der zweiten Phase an die Wasserkante geht. Die Entscheidung, wer die Division gewinnt, fällt durch direkte Vergleiche – und Spanien hat jetzt die Karten in der Hand.