Spanien raus – europameisterschaft in huelva ohne iberische zitterpartie

Die EM in Huelva hat ihren Gastgeber verspeist. Kein spanisches Herren-Doppel übersteht in Andalusien die zweite Runde – ein Debakel, das selbst Optimisten im Verband schweigen lässt.

Dänische viererkette fegt iberische hoffnung beiseite

Jacobo Fernández und Alberto Perals lieferten gegen Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen zumindest ein Gesicht, ehe sie mit 16-21, 14-21 untergingen. Kurz darauf folgte Rubén García und Carlos Piris das gleiche Schicksal: Daniel Lundgaard und Mads Vestergaard ließen ihnen beim 12-21, 10-21 keine Atempause. Dänemark blockiert damit komplett die obere Tableauhälfte – und Spanien schaut in die Röhre.

Während die Halle in Huelva zwischen den Matches verstummt, laufen anderswo die Großen auf. Titelverteidiger Anders Antonsen demoliert den Schweizer Tobias Kuenzi mit 21-12, 21-11 – so gelassen, als spiele er ein Trainingsmatch. Bei den Damen zeigt sich Line Christophersen ebenfalls unbeeindruckt: 21-9, 21-14 gegen Milena Schnider, ein Lehrstück in variabler Netzspielkontrolle.

Popov-brüder und stoeva-schwestern im takt der favoriten

Popov-brüder und stoeva-schwestern im takt der favoriten

Die französischen Brüder Christo und Toma Junior Popov schrauben sich mit dem 21-16, 21-13 gegen Molin/Svensson weiter in Erinnerung – flache Smashes, präzise Abwehr, null Nervosität. Gleiches gilt für die bulgarischen Schwestern Gabriela und Stefani Stoeva: 21-13, 21-7 gegen die Schottinnen Macpherson/Torrance, ein Spaziergang mit Ansage.

Den engsten Fight lieferten die Deutschen Marvin Seidel und Thuc Phuong Nguyen: 21-18, 21-13 gegen Vestergaard/Christine Busch. Jeder Punkt ein Kleinkrieg, jeder Aufschlag ein Risiko – und am Ende jubelt das deische Duo, während die dänische Mixed-Formation die Köpfe hängen lässt.

Spanien kann nun nur noch zuschauen. Die eigene EM wird zur Lehrstunde – und zur Erinnerung daran, dass Gastgeberrolle allein keine Punkte bringt.