Spanien beim basketball-wm-titelkampf: leichte gruppe, harte brocken!
Berlin brodelt! Die spanische Damen-Nationalmannschaft im Basketball hat ihren Weg zur Weltmeisterschaft in Deutschland ausgemalt bekommen – und er könnte trügerisch leicht erscheinen. Während die Gruppenauslosung zunächst Hoffnung macht, lauert im Schatten der direkten K.O.-Runde bereits harter Widerstand. Das Turnier findet vom 4. bis 13. September statt.
Die vermeintlich einfache gruppe a
Die Spanierinnen wurden in der Gruppe A gelost, wo sie sich mit Gastgeber Deutschland, dem japanischen Team und Mali auseinandersetzen müssen. Auf dem Papier scheint dieser Abschnitt des Turniers für Spanien durchaus machbar. Ein direkter Einzug in das Viertelfinale ist durchaus realistisch, sollte die Mannschaft ihre Stärken abrufen. Das klingt verlockend, aber die Erfahrung zeigt: in der K.O.-Phase zählt nur die aktuelle Form und die mentale Stärke.
Doch was niemand so recht sehen will: Im Schatten dieser vermeintlich leichten Gruppe lauern deutlich größere Herausforderungen. Gruppe B beispielsweise, mit Frankreich, Nigeria, Südkorea und Ungarn, verspricht packende Spiele und eine harte Nuss für jede Mannschaft. Hier treffen zwei Welten aufeinander: die etablierten Basketball-Potenzen und die aufstrebenden Kräfte.
Die Konkurrenz ist scharf. Australien, als Zweitplatzierter der Weltrangliste, Belgien – der letztjährige Eurobasket-Finalgegner der Spanierinnen –, Puerto Rico und die Türkei bilden Gruppe C. Und dann ist da noch Gruppe D mit den amtierenden Weltmeistern aus den USA, China, Italien und der Tschechischen Republik – eine echte Hürde für jeden Titelaspiranten. Die Erinnerung an die bittere Niederlage im Finale des Eurobasket sitzt tief.
Die Auslosung hat Spanien also keineswegs einen Freifahrtschein zum Titel beschert. Vielmehr ist es ein Warnsignal: Nur mit Höchstleistungen und einer starken Teamleistung ist der Weg zum WM-Titel zu bewältigen. Die Gegner werden hungrig und entschlossen sein, Spanien vom Thron zu stoßen. Hier muss das Team von Trainer Herrera jetzt zusammenwachsen und sich optimal vorbereiten. Die Zeichen stehen auf einen spannenden Wettbewerb.

Ein blick auf die favoriten
Die USA, als amtierende Weltmeister, gelten natürlich weiterhin als einer der größten Favoriten. Ihre Dominanz im internationalen Basketball ist beeindruckend und sie werden alles daran setzen, ihren Titel zu verteidigen. Auch Frankreich und Australien gehören zu den Top-Teams und haben das Potenzial, weit vorzustoßen. Aber Spanien darf sich keinesfalls unter Wert verkaufen und muss seine Chance nutzen, um sich unter den Top-Teams zu behaupten.
Die Weltmeisterschaft in Deutschland verspricht jedenfalls ein Spektakel zu werden. Mit ihren hochkarätigen Teilnehmern und der leidenschaftlichen Unterstützung der Fans wird sie sicherlich unvergessliche Momente erleben lassen. Die Spanierinnen haben die Möglichkeit, Geschichte zu schreiben und ihre Position im internationalen Basketball zu festigen. Entscheidend wird sein, ob sie den Druck der Erwartungen in den nötigen Leistungen umwandeln können.
