Spanien bei der wm 2026: déjà-vu in der gruppe h und ein duell mit argentinien in der zukunft?
Madrid – Die Auslosung zur Weltmeisterschaft 2026 hat für die spanische Nationalmannschaft eine interessante Gruppe hervorgebracht: Uruguay, Saudi-Arabien und die WM-Debütanten aus Kap Verde. Doch was auf den ersten Blick eine solide Aufgabe zu sein scheint, birgt auch eine bemerkenswerte Parallele zu einem unvergesslichen Kapitel der spanischen Fußballgeschichte.
Die schatten von südafrika 2010
Die Gruppe H erinnert unheimlich an die WM 2010 in Südafrika. Damals traf Spanien ebenfalls auf Uruguay und eine Mannschaft, die von einem taktisch versierten Trainer wie Marcelo Bielsa betreut wurde – in diesem Fall Chile. Das entscheidende Spiel gegen Chile im Loftus Versfeld Stadion von Pretoria schloss die Gruppenphase ab, genau wie es in der kommenden Weltmeisterschaft gegen Uruguay der Fall sein wird. Ein Zufall? Oder ein Zeichen?
Die Erinnerungen an Südafrika sind bei spanischen Fußballfans noch lebendig. Das Turnier, das mit dem Triumph im Finale gegen die Niederlande endete, markierte den Höhepunkt einer goldenen Ära. Ob die aktuelle Mannschaft von Luis de la Fuente in der Lage sein wird, an diesen Erfolgen anzuknüpfen, bleibt abzuwarten.

Ein vermeintlich machbares los – mit stolpersteinen
Auf den ersten Blick scheint die Gruppe H für Spanien durchaus lösbar. Saudi-Arabien, das bei der WM 2022 überraschend Argentinien schlug, sollte machbar sein, und Kap Verde ist als Debütant zwar unbekannt, aber vermutlich nicht unschlagbar. Allerdings sollten die Iberer sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Die WM 2026 verspricht, härter zu sein als je zuvor, und selbst der vermeintlich einfachste Gegner kann eine Überraschung bereithalten.
Ein besonders spannendes Szenario zeichnet sich im möglichen Achtelfinalduell gegen Argentinien ab. Die beiden Nationen treffen bereits im März im Finalissima aufeinander, ein Duell, das als Vorgeschmack auf eine mögliche WM-Konfrontation dienen könnte. Ob beide Teams die Gruppenphase überstehen und sich dann erneut gegenüberstehen, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Ein Aufeinandertreffen zwischen Spanien und Argentinien wäre ein Fußballfest der Extraklasse.
Die Stärke Uruguays liegt in seinem erfahrenen Mittelfeld mit Spielern wie Valverde und De la Cruz. Allerdings fehlt es der Mannschaft seit dem Rücktritt von Forlán und den erzwungenen Abschieden von Cavani und Suárez an echter Torgefahr. Darwin Núñez muss nun die Rolle des Torjägers übernehmen, doch ob er in der Lage ist, das Erbe seiner Vorgänger zu tragen, ist fraglich.
Saudi-Arabien, unter der Leitung von Hervé Renard, hat sich dank massiver Investitionen in die Liga deutlich verbessert. Spieler wie Al-Dawsari, der bereits bei der WM 2022 traf, sind ein Beweis für den Erfolg dieser Strategie. Kap Verde, als Debütant, ist ein unbeschriebenes Blatt, hat aber durch die Rekrutierung von Spielern portugiesischer, französischer und niederländischer Abstammung seine Qualität gesteigert.
Die Vorfreude auf die WM 2026 ist groß. Spanien steht vor einer interessanten Aufgabe, und die Parallelen zu Südafrika 2010 lassen aufregende Zeiten erwarten.
