Spanien baut siegserie aus – de la fuente zeigt herz
Guadalajara – Ein hart erkämpfter Sieg, ein Zeichen von Kontinuität und eine Geste der Anteilnahme: Spanien besiegte Uruguay mit 1:0 und feierte damit den 34. offiziellen Sieg in Folge unter Trainer Luis de la Fuente. Doch der Jubel war getrübt von Sorgen um zwei verdiente Wegbegleiter des spanischen Fußballs.
Besorgnis um caparrós, anteilnahme an deschamps
Bevor das Spiel überhaupt richtig begann, sandte De la Fuente seine Gedanken an zwei Persönlichkeiten, die ihm am Herzen liegen. „Ich möchte Didier Deschamps eine Umarmung schicken – es tut mir unendlich leid für den Verlust seiner Mutter“, erklärte der Trainer sichtlich bewegt. Zudem äußerte er seine tiefe Besorgnis um Javier Caparrós, der an Darmkrebs erkrankt ist. „Er ist ein Freund, ein Mentor – ich hoffe, er erholt sich bald.“ Diese Worte zeigten eine menschliche Seite des Trainers, die über den reinen sportlichen Erfolg hinausgeht.

Kampfbetonte partie, schiedsrichter im fokus
Das Spiel selbst war von höchster Intensität geprägt. Uruguay kämpfte mit Härte, die den Schiedsrichter vor eine Herausforderung stellte. „Sie haben sich mit großer Entschlossenheit präsentiert, und das ist in Ordnung. Der Schiedsrichter ist dafür da, das Spiel zu lenken“, so De la Fuente, der betonte, dass sein Team die Umstände richtig interpretiert habe. Er wünscht sich, dass seine Mannschaft nicht geschenkt, aber auch nicht ungerecht behandelt wird. „Wir leben am Rande der Schiedsrichterentscheidungen, aber das können wir nicht kontrollieren.“

Yeremy pinos heldentat und mögliche ausfall
Ein Lichtblick im ansonsten harten Spiel war Yeremy Pino, der trotz einer möglichen Schlüsselbeinverletzung bis zum Schluss kämpfte. „Eine Verletzung der Schlüsselbeins scheint wahrscheinlich – wir werden morgen weitere Untersuchungen durchführen lassen“, berichtete De la Fuente. „Er hat eine unglaubliche Leistung erbracht, eine wahre Heldentat, um das Spiel durchzuspielen. Ich bin ihm und seinen Teamkollegen sehr dankbar.“ Die Verletzung könnte jedoch dazu führen, dass er für kommende Spiele ausfällt.
Bielsa – ein mentor und vorbild
De la Fuente äußerte zudem seine tiefe Bewunderung für Marcelo Bielsa. „Ich bewundere ihn weiterhin. Er ist ein Trainer, der mich geprägt hat.“ Das Spiel gegen Uruguay sei zwar nicht das komfortabelste gewesen, habe sein Team aber an seine Grenzen getrieben. „Die Intensität war maximal, und wir haben gelernt, wie man ein sehr hartes Spiel gewinnt – auch mit Provokationen.“
Flexibilität und anpassungsfähigkeit
Angesprochen auf mögliche Veränderungen in der Aufstellung aufgrund der Verletzungen erklärte De la Fuente: „Die Idee bleibt bestehen, aber die Spieler können sich ändern. Wenn wir ohne Außenstürmer spielen müssen, dann spielen wir ohne. Das können wir.“ Die Flexibilität seiner Mannschaft sei ein wichtiger Faktor für ihren Erfolg.
Ein stolzes team im aufwind
„Ich bin sehr stolz auf dieses Team“, betonte De la Fuente. „Es wird immer besser, mit vielen verschiedenen Möglichkeiten. Es war ein Spiel, das komplett anders war als das, was wir gewohnt sind, aber wir haben es gemeistert.“ Die 34 Spiele ohne Niederlage sprechen für sich. „Wir sind auf dem richtigen Weg und müssen jetzt erst einmal erholen und ausruhen. Die Reisen sind lang, und die Regeneration ist entscheidend.“ Der Fokus liege nun darauf, die Circulation im Spiel zu beschleunigen, um noch effizienter zu agieren. Nico Williams klagt zudem über Beschwerden, die wahrscheinlich auf eine Überlastung oder Ermüdung zurückzuführen sind.
Die Bilanz nach dem Spiel ist eindeutig: Spanien demonstrierte nicht nur seine spielerische Klasse, sondern auch seine mentale Stärke und seinen Teamgeist. Die Leistung des Teams, gepaart mit der Anteilnahme des Trainers an Kollegen in Not, unterstreicht den Charakter des spanischen Fußballs – ein Sport, der mehr ist als nur ein Spiel.
