Son bleibt kapitän: trotz kritik setzt hong auf superstar
Ein Aufschrei in Südkorea, ein klares Bekenntnis des Trainers: Heung-min Son wird auch bei der anstehenden WM in den USA, Kanada und Mexiko das Trikot der Nationalmannschaft als Kapitän tragen. Die Diskussionen um seine aktuelle Form überschatten dabei fast die Vorfreude auf das Turnier, aber Hong Myung-bo hält eisern daran fest – und das aus gutem Grund.
Die zweifel wachsen, der kapitän steht fest
Die MLS mag für Son bisher kein Torerlebnis bereiten, doch das ändert nichts an seiner Bedeutung für die südkoreanische Auswahl. Der Stürmerstar, der bereits bei seiner vierten WM steht, wird weiterhin das Team anführen. Ein Ruf, der ihn, wie er selbst zugab, immer noch mit der gleichen Leidenschaft erfüllt wie beim ersten Mal.
“Viele machen sich Sorgen, aber ich mache mir nur Sorgen, wenn ich nicht gut spiele”, erklärte Son kürzlich mit einem Augenzwinkern. “Ich hebe mir die Tore wohl einfach für die WM auf.” Ein Statement, das die Mischung aus Selbstbewusstsein und humorvoller Entspannung widerspiegelt, die er in dieser Phase seiner Karriere ausstrahlt.
Hong Myung-bo, selbst eine Legende des südkoreanischen Fußballs und nun Trainer, sieht in Son mehr als nur einen Torschützen. “Heung-min ist das Herz unseres Teams. Ich habe nie daran gezweifelt,” betonte er in einem Interview. Er weiß, dass der Druck auf den Kapitän enorm ist, eine ganze Nation hinter sich trägt, aber genau das macht ihn so wertvoll.
Die Analyse der Spiele in Los Angeles, bei denen Son seine neue, tiefere Position einnimmt, offenbarte dem Trainer neue Möglichkeiten. Die Unterschiede zwischen Verein und Nationalmannschaft werden berücksichtigt, und gemeinsam wird eine Strategie entwickelt, die Sons Stärken optimal zur Geltung bringt. Es geht darum, ihn in Positionen zu bringen, in denen er seine Abschlussstärke ausspielen kann, ohne seine Rolle als Spielmacher zu vernachlässigen.
Die Kritik aus der Heimat ist zwar laut, aber Hong hält dagegen. Er erinnert daran, dass Son nicht nur ein herausragender Spieler, sondern auch ein Symbol für die südkoreanische Fußballnation ist. Seine Erfahrung und sein Wille sind unersetzlich.
Mit 33 Jahren und vier WM-Teilnahmen im Rücken ist Son ein Routinier, der weiß, was es braucht, um in einem Turnier erfolgreich zu sein. Obwohl er nicht mehr die unbändige Jugend seiner Anfangsjahre besitzt, bringt er eine Reife und taktische Intelligenz mit, die für das Team von unschätzbarem Wert sind. Die WM 2026 wird zeigen, ob er seine Kritiker verstummen lassen und seine Mannschaft zum Erfolg führen kann – eines ist jedoch sicher: Mit Heung-min Son an der Spitze ist Südkorea immer ein ernstzunehmender Gegner.

Die wm-zukunft in deutschen händen?
Während die Diskussionen in Südkorea weitergehen, blickt man in anderen Teilen der Welt gespannt auf das Turnier. Kann Südkorea mit dem Kapitän an der Spitze überraschen und eine neue Ära im asiatischen Fußball einläuten? Die Antwort wird die WM-Saison liefern.
