Smits: familienglück und handball-comeback – das ist das ziel!

Ein klares Bekenntnis und ein ambitionierter Plan: Xenia Smits, frischgebackene Mutter in spe und deutsche Handball-Nationalspielerin, hat ihre Ziele für die Zukunft deutlich formuliert. Während viele Athleten nach einer Schwangerschaft eine Rückkehr auf höchstem Niveau für unmöglich halten, kündigt Smits einen Kampf an – und setzt auf eine baldige Rückkehr in die Erfolgsspur der DHB-Auswahl.

Die wm-silbermedaille als ausgangspunkt

Die Vizeweltmeisterin blickt zurück auf die jüngste Handball-WM, bei der Deutschland nach 18 Jahren endlich wieder eine Medaille errang. „Das WM-Finale gegen Norwegen war bis dato mein letztes Spiel für Deutschland“, so Smits im Gespräch mit dem Münchner Merkur/tz. Doch anstatt sich auf das Ende einer Ära zu konzentrieren, richtet sie ihren Blick nach vorne. Die gebürtige Belgierin, die seit 2010 das deutsche Nationalteam verstärkt und in 156 Länderspielen 362 Tore erzielte, will zurückkehren und ihre Leistung aus den vergangenen Jahren wiederholen – oder sogar übertreffen.

„Mein absolutes Ziel ist, diesen Kampf anzugehen und beim Comeback mindestens das gleiche Niveau zu haben wie vor der Schwangerschaft“, stellt die 31-Jährige klar. Sie weiß, was es braucht, um dieses Ziel zu erreichen, und ist fest entschlossen, das Puzzle komplett zu machen, um bei einem zukünftigen Turnier Gold zu holen. Die Erfahrung der Schwangerschaft wird ihr dabei helfen, sich noch besser auf ihre sportlichen Ziele zu konzentrieren.

Odense handball begrüßt die neuigkeiten – ein ungewöhnlicher schritt

Odense handball begrüßt die neuigkeiten – ein ungewöhnlicher schritt

Zur selben Zeit plant Smits ihre sportliche Zukunft auf Vereinsebene. Ab Sommer wird sie beim dänischen Verein Odense Handbold spielen. Überraschenderweise wurde ihre Schwangerschaft von ihrem neuen Verein äußerst positiv aufgenommen. „Ich habe Odense Bescheid gegeben und gesagt: ‚Wenn dieser Vertrag nicht mehr gültig sein soll, dann heben wir ihn auf.’“, erzählt Smits. Doch die Reaktion war alles andere als negativ. „Odense hat die Neuigkeiten begrüßt. Das hat mich ein bisschen überrascht, hilft aber enorm.“ Diese Offenheit und Unterstützung ist nicht selbstverständlich, wie Smits betont. Sie hat von Kolleginnen gehört, die in anderen Ländern und Vereinen mit Ablehnung auf ihre Schwangerschaft gestoßen sind. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass der Frauensport sich immer mehr anpasst und die Bedürfnisse werdender Mütter berücksichtigt.

Es bleibt abzuwarten, wie sich Smits’ Karriere nach der Schwangerschaft entwickeln wird. Doch eines ist klar: Mit ihrer Entschlossenheit und ihrem Ehrgeiz will sie nicht nur ihre Familie gründen, sondern auch weiterhin eine prägende Figur im deutschen Handball sein.