Skispringer und alpinisten kämpfen um 12 000 franken: schweizer sporthilfe versetzt nachwuchs in fahrt
Die Schweizer Sporthilfe lässt es krachen: 31 500 Franken fließen dieses Jahr an junge Wintersportler – und das, bevor überhaupt ein Sieger feststeht. Drei Nominierte kommen direkt vom Ski-Weltcup, ein Team sorgte in Soldeu für Aufsehen. Die Botschaft: Wer Gas gibt, kassiert – nicht nur Ruhm, sondern bare Münze.
Mathis, von siebenthal, kälin: die heißen namen auf der shortlist
Jasmin Mathis fuhr in Andorra unter die besten 30, Xenia von Siebenthal sammelte in Europa Cup und Schweizermeisterschaften Punkte wie andere Autogrammkarten. Beide stehen für die Einzelkategorie Frauen, wo der Hauptpreis 12 000 Franken schwer ist. Bei den Männern hält Philipp Kälin die Fahne des alpinen Nachwuchses hoch – ein Athlet, der in der letzten Saison mehrmals die Quali zur Weltcup-Startnummer um Sekundenbruchteile verpasste, aber nie die Nerven verlor.
Die Jury schickt nicht nur Einzelkämpfer ins Rennen. Das Duo Jack Spencer und Gabin Janet lieferte in der Team-Kombination Soldeus den spektakulärsten Auftritt: Wechsel im Flug, synchroner Druck in der Kurve, Finish mit verbissenem Schultercheck. Für diese Show gibt es 15 000 Franken – falls sie gewinnen. Schon jetzt sicher: 2 500 Franken, denn jede Nominierung ist mit einem Sofortbonus bedacht.

Warum die 2 000 franken startergeld mehr sind als symbolik
Die Schweizer Sporthilfe kennt die Kalkulation: eine Saison Material, Reisen, Physio – schnell 50 000 Franken weg. Die 2 000 Franken für jeden Einzelnominierten zahlen keine komplette Saison, aber sie schließen die Lücke zwischen Förderstufe und Weltcup-Budget. Ein Athlet, der sonst beim Sponsoren-Meeting mit leeren Händen sitzt, kann jetzt mit Zahlen aufwarten: Platzierung, Medienwert, und eben: offizielle Nominierung. Das öffnet Türen, selbst wenn der Hauptpreis am Ende woanders landet.
Die Entscheidung fällt am 7. Dezember im Zürcher Kongresshaus. Bis dahin zählt jeder Weltcup-Start, jeder Sturz, jeder Sieg. Denn die Jury blickt nicht nur auf die bisherige Leistung – sie will Trend sehen. Wer in den nächsten Wochen erneut in die Punkte fährt, schickt ein deutliches Signal: Ich bin kein Einmal-Phänomen, ich bin Investition in die Zukunft.
Die Zahlen sprechen klar: 2000 Franken Soforthilfe, 12 000 beziehungsweise 15 000 für die Sieger. Aber hinter den Beträgen steckt ein Kalkül, das größer ist. Die Schweizer Sporthilfe kauft sich ein in die Träume von morgen – und verlangt dafür nichts weiter als Angriffslust und eine Portion Selbstvertrauen. Wer jetzt noch zögert, verpasst nicht nur Geld, sondern die Chance, sich selbst zur Marke zu machen. Der Zeitplan läuft, der Schnee ist bereit – und die Kasse ist offen.
