Skilegenden verabschieden sich: wer noch antritt!

Die Saison 2025/26 geht zu Ende, und mit ihr verabschieden sich einige etablierte Namen aus dem aktiven Skirennsport. Doch während einige Legenden ihre Karriere beenden, zeigen andere, dass sie noch lange nicht am Ende sind – und weiterhin für Furore sorgen. Wir werfen einen Blick auf die Fahrer, die noch im Rampenlicht stehen.

Die veteranen bleiben gefährlich

Es gibt immer wieder überraschende Rückmeldungen von Athleten, die eigentlich schon als aussortiert galten. Christof Innerhofer, beispielsweise, demonstrierte mit Platzierungen unter den Top 10 in Kitzbühel und Lauberhorn, dass er auch mit 41 Jahren noch zu den schnellsten gehört. Das macht ihn zu einem ernsthaften Kandidaten für eine weitere Olympia-Teilnahme. Seine Erfahrung und sein Instinkt sind unbezahlbar.

Dominik Paris, der kurz vor seinem 36. Geburtstag steht, krönte seine Karriere mit einer Bronzemedaille im Weltcupfinale. Das zeigt: Auf bestimmten Strecken ist der Südtiroler noch immer kaum zu schlagen. Es ist ein gebührender Abschluss einer beeindruckenden Laufbahn.

Auch Maxence Muzaton (35) sorgte in Kitzbühel für eine Überraschung, als er als Dritter das Rennen beendete. Nach Jahren, in denen er eher im Schatten stand, bewies er mit dieser Leistung, dass er noch immer zu Höchstleistungen fähig ist. Der Franzose, der 2017 bereits in Wengen auf dem Podest stand, scheint seine Form wiedergefunden zu haben.

Die nächste generation und die überraschungen

Die nächste generation und die überraschungen

Neben den erfahrenen Athleten gibt es auch einige Fahrer, die sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht haben. Giovanni Borsotti (34), obwohl er hauptsächlich als Riesenslalom-Spezialist bekannt ist, hat 128 Weltcup-Rennen bestritten und dabei immer wieder für Aufsehen gesorgt. Adam Zampa (35) aus der vielköpfigen Zampa-Familie ist nur noch drei Rennen von der 200er Marke entfernt, auch wenn seine jüngsten Ergebnisse nicht mehr ganz so überzeugend waren.

Luca de Aliprandini (34), der Verlobte von Michelle Gisin, feierte 2021 mit der WM-Silbermedaille seinen größten Erfolg. Seine Ausfälle sind allerdings weiterhin ein Problem, aber er beweist immer wieder, dass er noch immer zu schnellen Zeiten fähig ist. Wiley Maple (35) kämpft im amerikanischen Speed-Team gegen das Altern und versucht, sein Potential voll auszuschöpfen. Mattia Casse (34) zeigt trotz gelegentlicher Ausreißer nach unten, dass er weiterhin zu Top-10-Ergebnissen in der Lage ist.

Thomas Tumler (36) wird wohl noch lange als einer der ältesten Premieren-Sieger der Weltcup-Geschichte in Erinnerung bleiben. Sein bestes Rennen zeigte er bei Olympia, wo er das Podest nur knapp verpasste. Victor Muffat-Jeandet (35) hat sich nach dem Wegfall der Kombination immerhin im Slalom wieder etabliert.

Fazit: Der Skirennsport erlebt einen Generationenwechsel, aber die alten Haudegen sind noch lange nicht abgemeldet. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Können sorgen sie weiterhin für Spannung und Überraschungen auf der Piste. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Kräfteverhältnisse in den kommenden Saisons verändern werden – eines ist jedoch sicher: Der Skirennsport wird auch weiterhin faszinieren.