Skandaltrainer vlachovsky darf ab 2030 wieder ran – seine opfer sprechen von hohn
Ein Jahr auf Bewährung, kein Gerichtssaal, kein Bühnenapplaus – nur Schweigen. Und trotzdem darf Petr Vlachovsky, der die Kamerain seinem Rucksack versteckte, um 14 Spielerinnen des FC Slovacko vier Jahre lang nackt zu filmen, ab 2030 wieder auf tschechischen Rasen stehen. Der Rest der Welt? Offen. Ein Lehrbeispiel dafür, wie leicht man Mädchenkörper verkauft und Täter straffrei hält.
Die videos lagen auf einer festplatte neben kinderpornografischem material
Die Staatsanwaltschaft Ulbersk fand 2025 den Schatz: 1,2 Terabyte. Darauf 14 Minifilme, gedreht in Umkleidekabinen und Duschen, die jüngste Spielerin 17. Dazu 300 Dateien mit „Lolita“-Stichworten. Das Urteil: 12 Monate, zweieinhalb Jahre Bewährung, keine Eintragung ins Sexualstrafregister. Die Begründung lautete auf „milde Schuldfähigkeit wegen überlasteter Lebenssituation“. Die Spielerinnen lachten bitter. Dann würgten einige wieder.
Kristyna Janku, heute 23, erinnert sich an den Tag, als der Rucksack plötzlich anders roch. „Da war ein süßlicher Kunststoffgeruch, wie nach gebranntem Kabel. Ich habe die Kamera gesucht, konnte sie aber nicht finden.“ Monate später fuhr sie nachts mit dem Fahrrad durch Hodonín, weil sie das Gefühl hatte, jemand schleiche hinterher. „Ich war 19 und wog 46 Kilo. Der Coach hat mich lehrbuchmäßig kaputtgemacht.“

Die fifpro will vlachovskys lehrplan weltweit verbrennen
Die Gewerkschaft der Profifußballerinnen setzt auf Extraterritorialität. Juristisch heikel, aber machbar: Man will die Lizenz des Trainers auch in Deutschland, Spanien und den USA sperren lassen. „Wir arbeiten mit Interpol zusammen, um das Trainingszertifikat auf die rote Liste zu setzen“, sagt Marketa Vochoska Haindlova, Präsidentin des tschechischen Ablegers Cafh. Die FIFA schweigt bislang – sie wartet ab, bis die nationale Sperre 2030 ausläuft.
Der Verband argumentiert, das Strafrecht sei erledigt, das Verfahren vor dem Disziplinarausschuss laufe parallel. Doch das Spiel ist durchsichtig: Die Amateurfußball-Abteilung des FAČR prüft derzeit, ob Vlachovsky eine Fußball-Lehrbefähigung für Jugendmannschaften beantragen darf. Quelle: internes Schreiben, das TSV Pelkum Sportwelt vorliegt. Dort steht: „Kein automatisches Berufsverbot für sexualdeliktliche Handlungen außerhalb des Arbeitsplatzes.“
Die Zahlen sprechen für sich: 0 Trainer, die in der Česka liga seit 2000 wegen sexueller Übergriffe lebenslang gesperrt wurden. 14 verletzte Mädchen, die heute noch beim Duschen die Decke absuchen. Und 1 Petr Vlachovsky, der auf LinkedIn ein neues Jobangebot aus Polen postete – Stelle: U-17-Co-Trainer, Start: Sommer 2026.
Die Spielerinnen wollen nicht mehr reden. Sie wollen Zahlen. 50 000 Euro Schmerzensgeld pro Kopf – das fordert Fifpro. Die FAČR bietet 5 000 an und ein „kostenloses Mental-Coaching-Paket“. Die Verhandlungen laufen. Die Uhr auch. In vier Jahren kann Vlachovsky wieder auf tschechischem Boden Trainerbank stellen. Die Mädchen von Slovacko werden dann 27, 28, 29 – und immer noch jung genug, dass man sie filmt, wenn man will.
