Sinner unter druck? panatta verteidigt italienischen superstar vor indian wells

Sinner nach doha: stimmen einer vermeintlichen krise

Die Niederlage im Viertelfinale des ATP-Turniers in Doha gegen Jakub Mensik (6:7, 6:2, 3:6) wurde in vielen Medien als Zeichen einer beginnenden Formkrise von Jannik Sinner interpretiert. Doch der italienische Tennis-Star hat mit Adriano Panatta einen prominenten Fürsprecher gefunden. Panatta, selbst eine Tennislegende, weist die Kritik entschieden zurück.

Panatta kontert spanische medien

Panatta kontert spanische medien

"Natürlich reden die Leute in Spanien über eine Krise, das hätten sie gerne", stichelte Panatta in der italienischen TV-Sendung "La Domenica Sportiva". Er spielte damit auf die Vorliebe der spanischen Medien an, den Rivalen von Carlos Alcaraz kritisch zu beurteilen. Alcaraz hatte in Doha den Titel gewonnen und seinen Vorsprung in der Weltrangliste ausgebaut.

Sportliche rückschläge sind normal

Sportliche rückschläge sind normal

"Im Sport kann man Fehler machen. Selbst Jannik ist nicht davor gefeit", so Panatta. "Er gewinnt so viel und muss auch manchmal verlieren. Das ist völlig normal." Er betonte, dass Sinner in den letzten eineinhalb Jahren nur selten zwei Turniere in Folge verloren hat.

Statistik im blick: sinner

Statistik im blick: sinner's konstanz

Vor eineinhalb Jahren erlitt Sinner ebenfalls zwei aufeinanderfolgende Niederlagen in Wimbledon und Montreal. Zuvor war er jedoch stets zwischen zwei Niederlagen durch einen Titelgewinn erfolgreich gewesen. In den Jahren 2024 und 2025 verlor er lediglich sechs Mal.

Kritik an vermeintlichen experten

Panatta kritisierte die vermeintlichen Experten, die zu schnell Urteile fällen. "Jannik hat gegen Novak Djokovic, eine Legende des Sports, und gegen einen 20-Jährigen auf Platz 16 der Weltrangliste verloren. Woher kommt also diese Kritik? Von selbsternannten Trainern, die zu viel reden und nicht wissen, wovon sie sprechen.", so der ehemalige French-Open-Sieger.

Sorge um die breakquote

Trotz der Verteidigung durch Panatta gibt es eine Statistik, die Anlass zur Sorge gibt: Sinner hat in diesem Jahr nur 32 von 91 Breakchancen verwandelt. In den letzten fünf Spielen waren es lediglich 12 von 51, was einer Quote von knapp 23 Prozent entspricht. Im Halbfinale der Australian Open gegen Djokovic vergab er satte 16 von 18 Breakbällen.

Sinner blickt nach vorn: indian wells als ziel

Sinner selbst relativierte die Situation: "Wir sind gelassen, das ist alles kein Desaster. Wir arbeiten daran, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Das sind eben Momente, die man auf diesem Weg erlebt." Das Masters-Turnier in Indian Wells vom 4. bis 15. März bietet ihm die Chance, wieder in den Rhythmus zu finden.

Zuversicht und fokus auf die arbeit

"Dort will ich in meinen Rhythmus zurückfinden. Es ist nichts Schwerwiegendes passiert. Wir bauen einfach wieder etwas Selbstbewusstsein auf. Ich bleibe ganz ruhig und bin von unserer Arbeit überzeugt. Sie wird sich bezahlt machen.", erklärte Sinner. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob er die Kritik von sich abstreifen kann.

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