Sinner stürmt ins achtelfinale: duell gegen italienischen überraschungsmann

Jannik Sinner spielt am Sonntag um 15 Uhr erstmals gegen Qualifikant Andrea Pellegrino – und die Tenniswelt schaut gebannt auf das Foro Italico. Der Weltranglistenerste ließ in Rom bislang nur neun Game gegen Sebastian Ofner und Alexei Popyrin, doch der 29-jährige Apulier Pellegrino hat bereits Nardi, Fils und Tiafoe versenkt. Kein leichter Nachmittag für den Favoriten.

Pellegrino zündet die nächste runde

Der Weltranglisten-159. schreibt seine eigene Geschichte. Drei Matches, drei Siege, kein Satzverlust – und das alles, nachdem er sich erst durch die Qualifikation gekämpft hat. Gegen Tiafoe ließ er dem US-Boy im Tiebreak des zweiten Satzes keine Chance. Jetzt wartet der Superstar aus Sexten, dessen Vorhand aktuell die schnellste der ATP-Tour ist.

Der Center Court bekommt ein rein italienisches Duell, das niemand auf dem Zettel hatte. Sinner kennt Pellegrino nur aus Trainingsrunden in Bordighera. „Er hat nichts zu verlieren“, sagte Sinner nach seinem 6:3, 6:4 gegen Popyrin. „Aber ich auch nicht – außer natürlich das Turnier.“

Programm verspricht 11 stunden tennis

Programm verspricht 11 stunden tennis

Vor dem Hauptact rollt schon morgens der Ball. Lorenzo Musetti trifft um 11 Uhr auf Casper Ruud, ehemaliger French-Open-Finalist. Direkt danach schickt das Turnier Cirstea gegen Ostapenko auf Court 1. Um 14 Uhr fordert der argentinische Shootingstar Francisco Cerúndolo Alexander Zverev auf der BNP Paribas Arena – ein Match, das in Buenos Aires bereits für Gänsehaut sorgte.

Ab 19 Uhr übernimmt Coco Gauff die Nachtschicht. Die US-Open-Siegerin spielt gegen Jelena Ostapenko, die sie in Melbourne und Wimbledon schon ärgerte. Danach folgt das Match der Überraschungs-Sieger: entweder Flavio Cobolli oder der Qualifikant Mariano Navone treffen auf Daniil Medvedev, der gestern erst nach Mitternacht gegen Llamas Ruiz ins Ziel fand.

Die Loge der italienischen Tennisföderation rechnet mit 12.000 Zuschauern, die Arena wird bis 23.30 Uhr geöffnet. Ein Tag, der die Roma-Zahlen knacken könnte: 2019 saßen 9.400 Fans beim Finale, heute könnte die Marke fallen – wenn Sinner und Pellegrino länger als zwei Sätze spielen.

Die Bilanz? Ein Achtelfinale, das die Herzen höherschlagen lässt. Sinner jagt seinen 31. Sieg im 33. Match dieser Saison. Pellegrino will das Märchen ausbauen. Rom brennt – und das nicht nur wegen der Sonne über dem Foro Italico.