Sinner stoppt zverev wieder – der deutsche traum zerplatzt in miami
Miami – Die Serie reißt nicht. Alexander Zverev verpasst beim ATP-Masters in Miami zum siebten Mal in Folge den Sieg gegen Jannik Sinner, scheitert erneut im Halbfinale. Der Italiener beendet das deutsche Vorhaben mit 6:3, 7:6 (7:4) und schickt Zverev damit mit leeren Händen nach Hause.
Ein ball entscheidet über sieg und niederlage
Der zweite Satz hätte alles verändern können. Zverev, diesmal mutiger, aggressiver, führt 4:4 im Tiebreak. Dann der Moment, der alles kaputtmacht: ein Überkopfball, der ins Netz tickt. Sekundenbruchteile später ist die Partie vorbei. „Ich habe den Ball aus den Augen verloren“, sagt Zverev. „Das Timing war weg – und mit ihm die Chance.“
Es ist kein neues Gefühl. Schon in Indian Wells stoppte Sinner ihn, dort sogar in zwei klareren Sätzen. Inzwischen hat der Weltranglisten-Zweite 32 Sätze in Serie bei 1000er-Turnieren gewonnen – eine Serie, die Roger-Federer-Niveau erreicht. Für Zverev bleibt die Frage: Wie breche ich diesen Bann?

Sinner jagt das sunshine double
Mit dem Erfolg steht Sinner vor dem Kunststück, das zuletzt 2017 Federer gelang: Siege in Indian Wells und Miami innerhalb von zwei Wochen. Im Finale wartet nun Jiri Lehecka, der sich gegen Arthur Fils souverän durchsetzte. Für Sinner ist es bereits das dritte Masters-Finale in diesem Jahr – und ein weiterer Beleg für seine derzeitige Überform.
Zverev bleibt die trostlose Bilanz: vier Halbfinal-Niederlagen gegen Sinner, zwei Final-Defekte, kein einziger Satzgewinn in den letzten vier Duellen. Trotzdem wird er ab Montag wieder die Nummer drei der Welt – ein schwacher Trost für einen Spieler, der sich endlich den Durchbruch erhoffte.
Die Saison ist jung, aber die Lücke zur Weltspitze hat sich wieder aufgetan. Und Sinner? Der lacht, schüttelt die Hand, geht weiter. Für ihn ist es nur ein weiterer Schritt. Für Zverev ein neuer Rückschlag – und die Gewissheit, dass der nächste Anlauf wieder über Sinner führen muss.
