Sinner schreibt geschichte: nur djokovic schaffte das vor ihm!
Mailand – Jannik Sinner steht vor dem größten Erfolg seiner Karriere. Der Weltranglistenerste hat sich in Rom gegen Daniil Medwedew durchgesetzt und steht im Finale der Masters 1000-Turniere. Mit einem Sieg gegen Casper Ruud am Sonntag könnte er nicht nur den Titel holen, sondern auch eine historische Marke erreichen.

Einzigartiger karriere-erfolg in reichweite
Sinner hat das Potenzial, Novak Djokovic als den einzigen Spieler in der Tennisgeschichte zu übertreffen, der alle neun Masters 1000-Turniere mindestens einmal gewonnen hat. Nach seinem Sieg gegen Medwedew fehlt ihm nur noch der Erfolg in Rom, um diesen erstaunlichen Coup zu perfektionieren. Die Leistung des jungen Italieners ist schlichtweg beeindruckend und unterstreicht seine aktuelle Dominanz im Tenniszirkus.
Besonders bemerkenswert ist Sinners aktuelle Siegesserie: Er hat die letzten fünf Masters 1000-Turniere in Paris, Indian Wells, Miami, Monte Carlo und Madrid gewonnen – eine beispiellose Leistung, die seine herausragende Form demonstriert. 33 Partien in Folge auf diesem Niveau sprechen eine deutliche Sprache!
Doch nicht nur seine Spielstärke beeindruckt. Beobachter waren am Freitagabend von Sinners unorthodoxer Methode zur Behandlung von Krampfanfällen fasziniert. Der Italiener nutzt einen speziellen Gurkensaft, den er nicht trinkt, sondern wie einen Mundspülung einsetzt, um Rezeptoren im Mund zu stimulieren – eine ungewöhnliche, aber offenbar effektive Methode.
Die bisherigen Aufeinandertreffen zwischen Sinner und Ruud sprechen ebenfalls für den Italiener. Von ihren bisher vier Begegnungen konnte Sinner alle für sich entscheiden. Die Ergebnisse aus Wien (2020 und 2021), den ATP Finals 2024 und Rom im letzten Jahr zeigen eine klare Überlegenheit. 7-6, 6-3, 7-5, 6-1, 6-1, 6-2 und 6-0, 6-1 – die Zahlen lügen nicht.
Das Finale wird live auf Tv8 im Free-TV übertragen, zusätzlich auf Sky Sport und per Streaming auf SkyGo und Now. Die Spannung ist greifbar, und ganz Italien fiebert mit, denn seit 50 Jahren hat man nicht mehr einen italienischen Sieger in Rom gesehen. Der letzte Triumph italienischer Prägung datiert aus dem Jahr 1974, als Adriano Panatta den Titel gewann. Kann Sinner diese Tradition wieder aufleben lassen und Geschichte schreiben?
Die Frage ist nicht, ob Sinner das Zeug dazu hat, sondern wann er diese historische Bestmarke erreichen wird. Mit seiner aktuellen Form und dem Rückenwind seiner Fans scheint der Triumph in Rom nur eine Frage der Zeit zu sein.
