Juventus: spalletti räumt mit selbstlob auf – champions-league-traum zerplatzt?
Mailand – Der Schock sitzt tief im Juventus-Stadion. Nach der desaströsen 1:4-Heimniederlage gegen die Fiorentina steht Juventus vor einem fast aussichtslosen Kampf um die Qualifikation für die Champions League. Trainer Luciano Spalletti nahm die volle Verantwortung, doch seine Worte lassen Zweifel aufkommen, ob der Umbruch im Verein so reibungslos verläuft, wie erhofft.

Spalletti: „ich stehe zur rechenschaft – das war eine bittere vorstellung“
Die Enttäuschung war greifbar, als Spalletti nach dem Spiel die Mikrofone ergriff. „Das war eine miserable Leistung, in vielerlei Hinsicht. Wir haben nicht das abgerufen, was von uns erwartet wurde“, erklärte er bei Sky Sport. Er betonte, dass er sich selbst als Ersten hinterfragen müsse, da seine Mannschaft eine derart schwache Leistung gezeigt habe. „Ich habe alles getan, um die Spieler mental vorzubereiten, aber das Ergebnis spricht für sich.“
Die Fans äußerten ihren Unmut in den sozialen Medien und auf den Tribünen. Spalletti versuchte, die Wogen zu glätten, indem er betonte, dass das Spiel gegen die Fiorentina zwar wichtig war, aber nicht das Entscheidende sei. „Es gibt wichtigere Partien im Leben. Die aktuelle Situation darf nicht dazu führen, dass alle in ein Gefängnis geworfen werden, die Sport und Fußball machen.“ Er spielte auf die finanziellen Einbußen durch den möglichen Verzicht auf die Champions League an, relativierte diese aber sofort: „Es geht um Fußball, und die Spieler spüren den Druck.“
Doch Spalletti sieht auch Lichtblicke. Er betonte, dass die Mannschaft in der Vergangenheit bereits große Fortschritte gemacht habe und ein wichtiges Wachstum erlebt habe. „Das Spiel bleibt unser Kapital. Wir müssen wieder zu dem zurückfinden, was uns bisher hierhergebracht hat.“ Er zeigte sich überzeugt von seinen eigenen Ideen und denen seiner Spieler, da er sich seit 68 Jahren selbst kennt. „Ich habe klare Vorstellungen von mir und meinen Spielern.“
Die Frage, ob ein früherer Wintertransfer eines Stürmers die Situation hätte verbessern können, wies er entschieden zurück. „Das ist jetzt irrelevant. Ich musste diese Spiele gewinnen, und das habe ich nicht geschafft.“
Die Niederlage gegen die Fiorentina wirft einen langen Schatten auf die Zukunft von Juventus. Ob Spalletti den Umbruch erfolgreich meistern kann, bleibt abzuwarten. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Bianconeri noch die Kurve kriegen und sich für die Champions League qualifizieren können. Die Fans fordern Antworten, und die Zeit drängt.
