Sinner riss das sunshine-double und schickt alcaraz ins schwitzen

34 Sätze ohne Niederlage, zwei Titel, ein Champion. Jannik Sinner stürmt durch Indian Wells und Miami wie ein Hurrikan, der selbst die Wüste in Kalifornien und die Bucht von Biscayne in einen einzigen schwarz-rot-goldenen Teppich verwandelt.

Die neue ordnung: sinner, nicht federer, schreibt geschichte

Roger Federer war zuletzt 2017, als er beide Masters 1000 der Frühjahrstour im Süden der USA gewann. Seitdem haben Djokovic und Nadal versucht, das Kunststück zu wiederholen – und scheiterten. Jetzt, acht Jahre später, schafft es der 24-jährige Südtiroler mit einer Kälte, die selbst die Einheimischen frösteln lässt. 6:4, 6:4 gegen Jiří Lehečka, und die Tschechen-Fans in der Margaret-Court-Zone hatten noch nicht einmal ihre Sonnencreme aufgetragen.

Der Regen? Nur ein Intermezzo. Als das Spiel unterbrach, führte Sinner 6:4, 3:2. Nach 75 Minuten Pause kam er zurück, als hätte er einen Espresso statt eines Regenschirms in der Hand. Drei Returns später war Lehečkas Aufschlag-Serie passé, neun Spiele später die Karawane nach Rom.

Der countdown auf carlitos beginnt

Der countdown auf carlitos beginnt

1.190 Punkte. So viel trennen Sinner von Alcaraz vor Monte-Carlo. Der Mallorquiner verteidigt dort 1.000 Zähler. Sinner braucht nur das Halbfinale, um die Krone zu klauen. Sein bestes Ergebnis in Monaco? Zweimal Semifinale. Die Residenz in Monte-Carlo zählt also nur noch als Nebenschauplatz – die Hauptbühne ist sein Wohnzimmer geworden.

Die Rechnung ist simpel: 10 Turniersiege für Sinner, 9 für Alcaraz seit Rublews letztem Triumph vor elf Monaten. 19 Events, 19 Male ein Duell der beiden. Der Rest des Planeten schaut zu wie die Statisten in einem Netflix-Doppel. Wer glaubt, das Tennis sei breiter geworden, sollte die Zahlen studieren: 26 Titel hat jeder der beiden auf dem Konto. Der Unterschied: 23 von Sinnern auf Hartplatz – seine persönliche Autobahn.

Die Saison ist noch jung, aber die Botschaft ist klar: Wer Sinner schlagen will, braucht mehr als ein gutes Backhand. Er braucht einen Regensturm, einen Stromausfall und vielleicht auch ein kleines Wunder. Monte-Carlo steht vor der Tür, und der neue König fährt bereits mit aufgeheizten Reifen. Der Thron ist bereit, die Jäger sind müde.