Sinner patzt bei french open: ursachenforschung nach dem schock!

Paris – Jannik Sinner, der italienische Tennisflüsterer, der in den letzten Monaten die Tenniswelt im Sturm eroberte, ist bei den French Open überraschend früh ausgeschieden. Das Aus im zweiten Satz gegen Juan Manuel Cerúndolo wirft Fragen auf: Hat sich der junge Star übernommen? Die Antwort auf diese Frage beschäftigt den Weltranglisten-Ersten nun ebenso wie seine Fans.

Ein kalender voller turniere?

Sinner selbst sieht den Schuldigen nicht unbedingt in seinem straffen Terminkalender. „Wenn ich nicht in Madrid oder Rom spiele, komme ich vielleicht hierher und habe trotzdem einen Tag wie diesen, an dem man sich elend fühlt“, erklärte der 24-Jährige nach dem bitteren Ausscheiden. Die körperlichen Probleme, die er am Donnerstag zeigte, waren offensichtlich und ließen wenig Raum für Spekulationen über eine mentale Blockade.

Doch das Turnier in Paris, das Sinner als sein „Hauptziel“ für dieses Jahr bezeichnete, war für ihn von besonderer Bedeutung. Nach seinen Siegen in Monte Carlo, Madrid und Rom schien er auf dem Weg zum ersten Grand-Slam-Titel zu sein. Die Niederlage mit 3:6, 2:6, 7:5, 6:1, 6:1 gegen Cerúndolo kam daher wie ein Nackenschlag.

Die Zahlen lügen nicht: Sinner verlor in den entscheidenden Sätzen satte 12 Spiele. Ein solches Ergebnis ist für einen Spieler seines Kalibers ungewöhnlich und deutet auf eine deutliche Schwächephase hin. Es bleibt abzuwarten, ob ein Verzicht auf eines der Masters-Events seine Leistung hätte verbessern können. Die Frage ist, ob die hohe Belastung der letzten Wochen seinen Tribut gefordert hat.

Zverev schnuppert an der chance

Zverev schnuppert an der chance

Für Alexander Zverev, der am Freitagabend gegen Quentin Halys um den Einzug ins Viertelfinale kämpft, eröffnet sich nun eine große Chance. Der Deutsche, der in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungspech zu kämpfen hatte, könnte von Sinners Aus profitieren und einen weiteren Schritt in Richtung eines Grand-Slam-Titels machen. Novak Djokovic, der einzige verbliebene Grand-Slam-Sieger in Roland Garros, bleibt natürlich auch weiterhin ein ernstzunehmender Konkurrent.

Die French Open sind plötzlich wieder offen. Die Verfolger haben Blut geleckt. Ob Zverev und Djokovic diese Chance nutzen können, wird die kommenden Tage zeigen. Die Tenniswelt hält den Atem an.