Sinner opfert titel für fußball-euphorie – und will nummer 1 zurück!

Monte Carlo staunt: Jannik Sinner, der gerade in Indian Wells und Miami triumphiert hat, hat in Monaco ein Ausrufezeichen gesetzt – und zwar eines, das weit über den Tennis hinausgeht. Der Weltranglisten-Kandidat verpasste bewusst einen möglichen Titelgewinn, um die Fußball-Pleiten Italiens bei den Weltmeisterschaften mitzuerleben. Ein Statement, das im Fürstentum für Aufsehen sorgt.

Ein tenniskünstler mit herz für die nazionale

Ein tenniskünstler mit herz für die nazionale

Die Abwesenheit Italiens bei der Fußball-WM ist ein Schmerz, den viele italienische Sportler teilen. Sinner, der selbst erst mit 13 Jahren die letzte WM-Teilnahme seiner Nation miterleben durfte, betonte in einer Pressekonferenz: „Ich hätte mir diesen Austausch gewünscht. Viele junge Spieler haben noch nie eine WM mit Italien erlebt.“ Die Frage eines Eurosport-Reporters quittierte er mit einem Augenzwinkern: „Es ist unglaublich. Ich gebe so viele Interviews, und jetzt fragen die Franzosen mich das!“

Die Rivalität mit Alcaraz: Sinner sprach auch über seine Duell mit Carlos Alcaraz, die er vermisst. „Er fordert mich heraus und treibt mich an, besser zu werden“, so der Italiener. „Aber wir beide wissen, dass wir, wenn wir uns überhaupt gegenüberstehen wollen, zuerst das Finale erreichen müssen. Der Weg dorthin ist immer hart.“

Die Chancen auf die Rückeroberung der ATP-Nummer 1 sind für Sinner in Montecarlo durchaus real. Da er das Turnier im Vorjahr aufgrund einer Sperre aufgrund eines positiven Dopingtests verpasste, kann er mit jedem gewonnenen Match Punkte sammeln. Ein Titelgewinn gegen Alcaraz im Finale würde ihm die Spitze des Rankings zurückbringen. Sein Auftaktmatch gegen Ugo Humbert steht für Dienstag an, direkt im Anschluss trifft Alcaraz auf Báez. Die Spannung im monegassischen Tennis ist greifbar.

Die Entscheidung, ein potenzielles Turnier zu verpassen, um die Fußball-Nationalmannschaft zu unterstützen, zeigt eine bemerkenswerte Loyalität und emotionalen Reifegrad. Sinner hat sich nicht nur als einer der besten Tennisspieler der Welt, sondern auch als ein Mann mit Herz und Seele bewiesen – ein Vorbild für junge Sportler und Fans gleichermaßen.