Sinner jagt alcaraz in miami – 1.190 punkte trennen ihn vom thron
Jannik Sinner steht im Endspiel von Miami und hat Carlos Alcaraz im Visier. Gewinnt er heute Nacht gegen Jiri Lehecka, schrumpft der Rückstand auf Platz eins auf lächerliche 1.190 Punkte.
Die Rechnung ist einfach: Der 22-jährige Südtiroler ballert seit 31 Sätzen am Stück auf Hartplatz alles weg, was ihm über den Weg läuft. Indian Wells und Miami – beide US-Masters 1000 – hat er bisher ohne Satzverlust dominiert. Während die Konkurrenz stolpert, wirkt Sinner wie ein Programm, das keinen Bug mehr kennt.

Lehecka räumt das halbfeld auf
Der Finalgegner kam durch die Hintertür. Lehecka nutzte das Chaos im unteren Tableau, schickte Kouamè, Quinn, Fritz, Landaluce und Fils nach Hause. Kein Top-Ten-Spieler, keine große Bühne – und plötzlich steht der Tscheche im Rampenlicht des Hard Rock Stadium. „Ich spiele frei auf“, sagt er. „Ich habe nichts zu verlieren.“ Genau diese Einstellung macht ihn gefährlich.
Sinner kennt das Gefühl. Er selbst war vor zwei Jahren noch der Jäger, der die Großen ärgerte. Jetzt ist er der Gejagte. Im Kopf-to-Head führt er 4:0, erst vor drei Wochen in Roland-Garros zerlegte er Lehecka in drei kurzen Sätzen. Statistik hin oder her – eine Endspiel-Nacht in Miami schreibt ihre eigenen Gesetze.
Alcaraz muss zusehen. Der Spanier flog früh raus, muss nun 1.000 Punkte aus Monte Carlo 2024 streichen. Sinner könnte also schon vor dem Sandplatz-Saisonauftakt die rote Laterne sehen. Die Uhr tickt: Sonntag, 21 Uhr deutscher Zeit, Live auf Sky und Now. Wer blinkt zuerst?