Sinner genießt monte carlo – heimvorteil und rückkehr zum sandplatz
Jannik Sinner, der gefeierte Double-Sieger von Indian Wells und Miami, hat sich für den Masters 1000 Turnierstart in Monte Carlo entschieden – und das aus gutem Grund. Ein Gefühl von Zuhause, das er bei keinem anderen Turnier erlebt. Die Möglichkeit, nach anstrengenden Wochen auf hartem Court wieder im eigenen Bett zu schlafen, wie er selbst betonte, scheint für den jungen Italiener unbezahlbar.

Sandplatz-herausforderung und persönliche ziele
Sinner räumt ein, dass der Sandplatz für ihn eine besondere Herausforderung darstellt. „Jeder Spieler hat eine bevorzugte Oberfläche“, so der Weltranglisten-Achte, „und die für mich ist es nicht unbedingt der Sand. Aber ich habe große Lust, mich zu beweisen.“ Er gesteht offen, dass ihm bisher ein großer Titel auf rotem Untergrund fehlt, obwohl er im vergangenen Jahr in Rom und bei den French Open bereits nah dran war. Monte Carlo soll ihm nun Aufschluss darüber geben, wo er aktuell steht.
Die Erinnerung an die bittere Halbfinalniederlage 2022 gegen Tsitsipas, die durch einen strittigen Schiedsrichterentscheid beeinflusst wurde, scheint ihn nicht länger zu belasten. „Fehler passieren, sowohl auf dem Platz als auch bei den Schiedsrichtern“, sagt Sinner. „Ich habe diesen Vorfall schnell abgehakt.“ Die Einführung von Augenlinien-Technologie hat die Situation zudem verbessert.
Das ultimative Ziel? Unter der Sonne von Monaco winkt die Chance, Alcaraz vom Thron zu stoßen und selbst die Nummer 1 der Welt zu werden – ein Szenario, das Sinner aber ohne unnötigen Druck angeht. „Die Nummer 1 hängt nicht von einem einzigen Turnier ab. Es warten noch viele wichtige Termine auf uns, allen voran die French Open, die ich bisher noch nicht gewonnen habe.“
Die Vorbereitung auf den Sandplatz in Monte Carlo konzentriert sich auf die Anpassung der Bewegungen und des Aufschlags. „Auf dem Sand ändern sich die Bewegungen, man muss andere Winkel suchen, und auch der Aufschlag, der in Amerika sehr gut funktionierte, verändert sich“, erklärt Sinner. Er zeigt sich zufrieden mit seiner aktuellen Position und blickt optimistisch auf die kommenden Aufgaben.
Nach einer gemeinsamen Trainingseinheit mit Alexander Zverev am Morgen, bei der die beiden sich im Minitentnis duellierten, widmete sich Sinner am Nachmittag den Medienverpflichtungen und nahm sich Zeit für Autogramme und Selfies mit den zahlreichen, vor allem italienischen, Fans.
