Zagreb verliert führungskraft: walczak kehrt nach polen zurück
Ein Kapitel im kroatischen Handball geht zu Ende: Patryk Walczak, langjähriger Leistungsträger des RK Zagreb, wird die Mannschaft verlassen und seine Karriere in Polen fortsetzen. Nach neun Jahren im Ausland kehrt der Kreisläufer zu seinen Wurzeln zurück – ein Transfer, der für Zagreb einen Verlust bedeutet, während Wybrzeze Danzig einen erfahrenen Spieler hinzugewinnt.
Die handball-odyssee des polen
Die Karriere von Walczak ist eine beeindruckende Reise durch den europäischen Handball. Seine handballerischen Anfänge liegen zwar bei Kusy Stettin, doch bereits mit 16 Jahren zog es ihn in die Handballschule nach Danzig, wo er auch sein Debüt in der 2. Liga feierte. 2011 folgte der Wechsel zu Pogon Stettin, wo er erste Erfahrungen im Europapokal sammeln konnte. Ein kurzes Intermezzo bei Industria Kielce und eine Leihe an Massy-Essone folgten, bevor er über TuS N-Lübbecke, Vardar Skopje und Sporting Lissabon schließlich 2020 in Zagreb landete.
Drei Jahre in Zagreb waren geprägt von Leistung und Engagement. Walczak etablierte sich als feste Größe in der Zagreber Mannschaft und trug maßgeblich zu deren Erfolgen bei. Doch nun winkt ein neuer Weg – zurück in seine polnische Heimat.

Danzig gewinnt routiniär
Für Wybrzeze Danzig ist die Verpflichtung Walczaks ein Coup. Trainer Patryk Rombel äußerte sich begeistert: „Wir wollten einen Spieler mit langjähriger Erfahrung, der dem Team sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff Stabilität verleiht. Patryk erfüllt diese Anforderungen perfekt.“ Er betont die Vertrautheit mit dem Spieler, da beide bereits in der polnischen Nationalmannschaft zusammengearbeitet haben. „Ich kenne seinen Wert sehr gut – sowohl auf als auch neben dem Platz.“
Walczak selbst erklärt seine Entscheidung mit dem sportlichen Projekt und der ihm angebotenen Rolle. „Ich hatte das Vergnügen, in Danzig zu leben und meine Handballkarriere hier zu beginnen. Ich mag diese Stadt sehr und habe viele schöne Erinnerungen daran.“ Die Handball-Community in Danzig sei ihm gut bekannt, und er freue sich auf die Rückkehr.
Seine Länderspielbilanz für Polen unterstreicht seine Bedeutung für den Handball: Zwei Weltmeisterschaften und eine Europameisterschaft nahm der 33-Jährige bereits an. Der RK Zagreb verliert damit nicht nur einen wichtigen Spieler, sondern auch eine Persönlichkeit, die das Team mit ihrer Erfahrung und Leidenschaft bereichert hat. Die Fans werden ihn vermissen, aber die sportliche Herausforderung in Danzig lockt zu stark.
Die Verpflichtung Walczaks ist ein Zeichen der Ambitionen von Wybrzeze Danzig und unterstreicht die Bedeutung der polnischen Handball-Liga. Ob Zagreb den Verlust kompensieren kann, wird die kommende Saison zeigen.
