Sinner: french-open-drama als schlüssel zum wimbledon-titel?
Wimbledon steht vor
der Tür und Jannik Sinner, Weltranglistenerster, blickt zuversichtlich auf das prestigeträchtige Turnier. Doch der Schatten des frühen Ausscheidens bei den French Open liegt noch immer auf dem Südtiroler. Nun gibt Sinner Einblicke, wie er das dramatische Geschehen in Paris analysiert und sein Training anpassen will, um in Wimbledon stärker zurückzukehren.Hurlingham als testlabor für den rasenklassiker
Nach dem überraschenden Aus gegen Juan Manuel Cerúndolo in Roland-Garros, wo Sinner eine komfortable Führung verspielte, suchte der 24-Jährige im Rahmen eines Einladungsturniers in Hurlingham nach Antworten. Die Hitze in Paris hatte offenbar eine entscheidende Rolle gespielt. „Wir haben ein paar Tests durchgeführt und versucht zu verstehen, was passiert ist, und sind zu einem sehr guten Ergebnis gekommen“, erklärte Sinner auf einer Pressekonferenz.
Die Analyse hat zu Anpassungen im Trainingsplan geführt. „Wir haben sehr hart gearbeitet und auch das Training ein wenig angepasst, um zu sehen, wie mein Körper unter verschiedenen Bedingungen reagiert.“ Sinner deutete an, dass er zukünftig vermehrt an Standorten trainieren werde, die den klimatischen Bedingungen bei Turnieren ähneln. „Ich habe das Gefühl, dass es bei jedem Turnier von Jahr zu Jahr wärmer wird. Das wird also wichtig sein.“

Hitze als ständiger faktor – sinner passt sich an
Die Erfahrung in Hurlingham, wo ebenfalls hohe Temperaturen herrschten, bestätigte Sinners Beobachtungen. „Das Event im Südwesten Londons sei daher eine gute Vorbereitung gewesen“, betonte er. Nach intensiven Trainingswochen fühlt er sich nun körperlich gestärkt, um den anstrengenden Turniermarathon nach Wimbledon zu bewältigen – Montreal, Cincinnati und die US Open warten. Die Prognosen für Wimbledon selbst sind vielversprechend: Ab Montag werden nur noch Temperaturen um die 25 Grad erwartet.
Sinner weiß um die Unvorhersehbarkeit des Sports, zeigt sich aber optimistisch: „Ich versuche, das Positive darin zu sehen.“ Die Frage ist, ob er aus dem French-Open-Drama die richtigen Schlüsse gezogen hat, um in Wimbledon endlich den ersehnten Titel zu holen. Das frühe Aus in Paris hat ihn gezwungen, seine Strategie zu überdenken und sich den Herausforderungen des modernen Tennis mit all seinen klimatischen Extremen zu stellen.
