Sinner dominiert: zverevs albtraum geht weiter!

Jannik Sinner ist auf dem Weg zur Tennis-Weltspitze – und Alexander Zverev scheint ihm schlichtweg nicht folgen zu können. Im Viertelfinale des Mutua Madrid Open präsentierte sich der Italiener in beeindruckender Form und demütigte den Deutschen mit 6:1 und 6:2 in nur 57 Minuten. Ein Debakel, das die Frage aufwirft: Wann findet Zverev endlich zurück zu alter Stärke?

Die neunte niederlage in folge: ein psychologischer knackpunkt?

Diese Niederlage markiert bereits die neunte aufeinanderfolgende gegen Sinner für Zverev, fünf davon in den prestigeträchtigen Masters 1000-Turnieren. Die Diskrepanz im Spiel war eklatant: Sinner kontrollierte das Match von der ersten Sekunde an, während Zverev wirkte verunsichert und ohne klaren Plan. Er wirkte wie gelähmt, drei Meter hinter der Grundlinie, unfähig, den Punkt zu diktieren.

Die Zuschauer in der Manolo Santana Arena, sonst bekannt für ihre Fußballatmosphäre, äußerten offen ihren Unmut über Zverevs Leistung. Filipe Luis und Daniel Theis, die ihn von der Bank aus unterstützten, konnten die Enttäuschung kaum verbergen. Zverevs einziges Erfolgserlebnis war der Gewinn des ersten Spiels im zweiten Satz – ein flüchtiger Moment der Hoffnung, der jedoch schnell verpuffte.

Ein mann am scheideweg: kann zverev bei den french open mithalten?

Ein mann am scheideweg: kann zverev bei den french open mithalten?

Die Niederlage in Madrid wirft erneut Fragen nach Zverevs Grand-Slam-Ambitionen auf. Er steht nun vor der Herausforderung, im Foro Itálico in Rom erneut als Zweitfavorit anzutreten, wobei eine Finalbegegnung mit dem Lokalmatador nur hypothetisch erscheint. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sinner auch in Rom nicht zu schlagen ist, ist hoch, was Zverevs Chancen auf einen Titel weiter schmälert. Die Frage, warum Zverev bisher kein Grand-Slam-Turnier gewinnen konnte, scheint mit seiner mangelnden Konstanz und seiner mentalen Stärke in entscheidenden Momenten zusammenzuhängen.

Sinner hingegen präsentiert sich als eine Naturgewalt. Mit 23 gewonnenen Matches in dieser Saison – 28 in Masters 1000-Turnieren – distanziert er sich immer weiter von Alcaraz an der Spitze der Weltrangliste. Die Tatsache, dass er nun alle Masters 1000-Turniere gewonnen hat, die er zuvor nicht in seiner Bilanz hatte, ist schlichtweg bemerkenswert. Er könnte in Rom weitere 350 Punkte hinzufügen, während Alcaraz aufgrund seiner Absage in Madrid und Rom Punkte abgeben muss.

Sinner dominiert, Zverev hadert. Und während der Italiener seine Position als neuer König des Tennis festigt, muss der Deutsche dringend die Ursachen für seine anhaltende Krise finden – bevor er endgültig den Anschluss verliert.