Deutsche sprinter holen bronze – rekord knapp verfehlt!
Botswana – Ein aufregendes Wochenende für die deutsche Leichtathletik bei den World Relays neigt sich dem Ende zu. Während die Mixed-Staffel noch die Qualifikation für die World Ultimate Championships sicherstellte, gab es am Sonntag sowohl Freude als auch Enttäuschungen. Im Fokus stand vor allem der Kampf um die letzten Tickets für die Weltmeisterschaften 2027 in Peking.
Ein starkes staffelquartett verpasst den rekord nur knapp
Das Quartett um den 100-m-Rekordhalter Owen Ansah zeigte im Finale über 4x100 Meter eine beeindruckende Leistung. In 37,76 Sekunden überquerte das Team die Ziellinie und landete auf dem Bronzerang. Nur 0,9 Sekunden fehlten dem Team, bestehend aus Ansah (Hamburger SV), Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar), Marvin Schulte (ASV Köln) und Lucas Ansah-Peprah (Hamburger SV), um den deutschen Rekord, den sie bereits im Vorlauf aufgestellt hatten, zu unterbieten. Die USA und Südafrika waren mit 37,43 bzw. 37,49 Sekunden etwas schneller.
Die Bronze-Medaille ist jedoch mehr als nur eine Auszeichnung. Sie sichert der deutschen Staffel die Teilnahme an der Leichtathletik-WM 2027 in Peking. Ein Erfolg, der bereits am Samstag durch den Einzug ins Finale besiegelt wurde.

Frauenstaffel enttäuscht, mixed-staffel triumphiert
Während die Männerstaffel überzeugte, blieb die Frauenstaffel um Topsprinterin Gina Lückenkemper (SCC Berlin) hinter den Erwartungen zurück. Gemeinsam mit Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar), Viola John (LG Münster) und Jolina Ernst (TV Wattenscheid) erreichte sie lediglich den sechsten Platz. Die Leistung lag zwei Zehntel unter dem Wert aus den Vorläufen. Erinnerungen an die Bronze-Medaille bei der WM 2023, der WM 2025 in Tokio und den Olympischen Spielen in Paris weckten Hoffnungen, die am Sonntag nicht erfüllt wurden.
Ein Lichtblick war hingegen die Leistung der Mixed-Staffel über 4x100 Meter. Das Quartett sicherte sich den vierten Platz in einem hochklassigen Rennen, das von Jamaika mit einem neuen Weltrekord (39,62) dominiert wurde. Diese Platzierung reichte jedoch aus, um die Qualifikation für die World Ultimate Championships in Budapest (11. bis 13. September) zu sichern – ein Wettbewerb, in dem ausschließlich Mixed-Staffeln starten.
Die Frauenstaffel über 4x400 Meter beendete ihr Finale als Achter, wobei die WM-Qualifikation, die bereits am Samstag sichergestellt war, im Vordergrund stand. Hoffnungslos verliefen die Versuche der Mixed- und Herrenstaffeln in den Hoffnungsläufen, die knapp an der Qualifikation scheiterten.
Der Blick richtet sich nun auf die Europameisterschaft in Birmingham (10. bis 16. August), die als Saisonhöhepunkt gilt. Die Leistung der deutschen Staffeln in Botswana zeigt, dass das Potenzial vorhanden ist – jetzt gilt es, dieses in Birmingham voll auszuschöpfen und die Fans mit weiteren Erfolgen zu begeistern. Die jungen Athleten haben bewiesen, dass sie zu den besten der Welt gehören und die Zukunft der deutschen Sprintstaffeln vielversprechend aussieht.
