Sinner am french open: hitze-kollaps beendet traum!
Paris – Jannik Sinner, der strahlende Hoffnungsträger der French Open und als Titelanwärter ins Turnier gestartet, ist überraschend in der zweiten Runde an Juan Manuel Cerúndolo gescheitert. Ein dramatischer Zusammenbruch, der von extremer Hitze begünstigt wurde, beendete Sinners Grand-Slam-Traum in einem Fünf-Satz-Krimi.
Der südtiroler kämpfte, aber die hitze war zu stark
Die ersten drei Sätze deuteten auf einen routinemäßigen Sieg hin. Sinner führte bereits mit 6:3, 6:2 und 5:1 im dritten Satz, bevor plötzlich alles aus dem Ruder lief. Sein argentinischer Gegner Cerúndolo, der zuvor kaum eine Chance gehabt hatte, schöpfte die Situation geschickt aus und gewann die folgenden 18 Punkte in Serie. Der Satz ging mit 7:5 an Cerúndolo, und der Schwung war auf seiner Seite.
Nach einer zehnminütigen Behandlungspause, in der Sinner über Übelkeit und Schwindel klagte, schien er kurzzeitig Erleichterung zu finden. Doch der italienische Nummer 1 war sichtlich geschwächt. Die Hitze, die mit 33 Grad Celsius angegeben wurde, schien ihn völlig zu lähmen. Er verlor die folgenden zwei Sätze mit 1:6 und 1:6, was seinen abrupten Ausstieg besiegelte. „Mir war plötzlich sehr schwindelig und ich habe mich energielos gefühlt“, gab Sinner im Anschluss zu.

Ein plötzlicher energieverlust
Sinner beschrieb seinen Zustand als einen plötzlichen „Energieverlust“. „Ich habe versucht, den Aufschlag irgendwie durchzubringen, aber ich hatte einfach nicht mehr viel Energie.“ Bereits am Morgen hatte er ein ungutes Gefühl gehabt, wie er erklärte: „Ich habe versucht, die Ballwechsel möglichst kurz zu halten.“ Seine Worte zeichnen das Bild eines Mannes, der gegen eine unsichtbare Wand kämpfte, sein Körper schlagartig versagte.
Es ist bemerkenswert, dass Sinner betonte, die Bedingungen seien nicht „extrem heiß“ gewesen. „Es war warm, aber nicht extrem heiß. Es lag heute einfach an mir.“ Diese selbstkritische Einschätzung unterstreicht jedoch nicht die Rolle der Hitze als entscheidender Faktor für seinen Zusammenbruch. Die Niederlage markiert das erste Mal seit den US Open 2023, dass ein Grand-Slam-Sieger in der zweiten Runde ausscheidet – ein Umstand, der nun Novak Djokovic, dem einzigen verbliebenen ehemaligen Major-Sieger im Turnierfeld, die Tür zu einem historischen Titelgewinn öffnet.
Die Niederlage von Sinner hat auch unmittelbare Auswirkungen auf Alexander Zverev, der nun als einer der Hauptfavoriten auf den Titel gehandelt wird. Die Tenniswelt staunt über diesen unerwarteten Wendepunkt, während Cerúndolo seinen Sensationalsieg feiert. Doch für Jannik Sinner bleibt die French Open 2026 ein bitteres Kapitel – ein Mahnmal für die unberechenbaren Kräfte, die im Profisport am Werk sind, und die auch den Besten der Welt das Handwerk legen können.
