Siegemund scheitert überraschend in wimbledon – shelton raus!
Ein Schock für deutsche Tennis-Fans: Laura Siegemund ist beim Rasen-Klassiker Wimbledon bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Die Schwäbische unterlag der Belgierin Elise Mertens klar mit 2:6, 4:6. Doch Siegemund ist nicht die einzige Überraschung – auch der als Geheimfavorit gehandelte Ben Shelton musste eine Niederlage hinnehmen.
Frustrierte siegemund findet kein mittel gegen mertens
Die Auftaktpartie verlief für Siegemund alles andere als optimal. Mertens dominierte das Spiel von Beginn an und ließ der Deutschen kaum eine Chance. Obwohl Siegemund im zweiten Satz kämpferisch auflegte und versuchte, den Rückstand wettzumachen, fand sie kein Mittel gegen die souveräne Belgierin. Der Unmut darüber, dass Mertens sich in den Pausen zwischen den Aufschlägen auffällig Zeit nahm, wurde von Siegemund laut ausgesprochen.
Die Niederlage ist ein bitterer Rückschlag für die 38-Jährige, die im vergangenen Jahr noch das Viertelfinale erreicht hatte. Ihr Traum von einem weiteren erfolgreichen Turnierlauf an der Church Road ist geplatzt.

Shelton überrascht – virtanen schreibt geschichte
Doch Siegemund ist nicht die einzige Tennis-Ikone, die in Runde eins scheiterte. Auch Ben Shelton, der als Geheimfavorit ins Turnier gestartet war, musste eine Überraschung verkraften. Der US-Amerikaner unterlag dem Finnen Otto Virtanen nach einem dramatischen Fünf-Satz-Match mit 6:4, 3:6, 6:7 (8:10), 6:2, 7:6 (11:9).
Virtanen, der sich über die Qualifikation ins Hauptturnier gespielt hatte, zeigte eine beeindruckende Leistung und wehrte im entscheidenden Tie-Break sogar einen Matchball ab. Sein Sieg ist nicht nur eine Sensation, sondern auch ein Beweis für seine Konstanz und sein Kämpferherz. „Ich habe einen großartigen Monat, habe zuletzt viele Matches auf Rasen gewonnen“, sagte Virtanen nach dem Spiel, der sich über seinen Erfolg freute.

Swiatek kämpft sich durch, hanfmann schreibt geschichte
Iga Swiatek hatte ebenfalls mit einem schwierigen Match zu kämpfen. Gegen Taylor Townsend musste die Titelverteidigerin über drei Sätze gehen, bevor sie sich schließlich mit 1:6, 6:2, 6:3 durchsetzte. Das Spiel offenbarte, dass der Druck auf der Polin enorm ist, nachdem die Saison bisher nicht nach ihren Vorstellungen verlaufen ist.
Ein Lichtblick für Deutschland war der Sieg von Yannik Hanfmann gegen Giovanni Mpetshi Perricard. Der Deutsche gewann überraschend deutlich mit 6:7 (6:8), 7:6 (11:9), 6:2, 6:3 und feierte damit den ersten Wimbledon-Sieg seiner Karriere. „Das bedeutet mir sehr viel. Ich habe in Wimbledon noch nie ein Match gewonnen“, gestand Hanfmann sichtlich gerührt.
Die ersten Tage von Wimbledon haben bereits für einige Überraschungen gesorgt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die weiteren Favoriten schlagen werden und wer am Ende den Titel erringen kann. Doch eines ist klar: Das Turnier ist alles andere als ein Selbstläufer.
